Stets habe ich dich verteidigt und dir die Treue gehalten, wenn andere mich wegen dir ausgelacht haben. Egal wie oft ich dich hab fallen lassen, du hast es mir nie übelgenommen und weitergemacht wie immer. Du warst mein treuester Begleiter, bist überall mit dabei gewesen. Hast mir so oft in bangen Stunden beigestanden, mich bestens amüsiert und mir immer den richtigen Weg gezeigt. Doch nun wirst du alt und deine Power reicht nicht mehr aus für meine Ansprüche. Ich habe ein schärferes Teil gefunden, stärker, schneller, smarter. Dennoch werde ich dich nie vergessen: Du hast perfekt zu mir gepasst und warst mein allererstes. Doch nun ist es Zeit für einen Neuanfang: Tschüssi Blackberry! 🙁
Ein Abschiedsbrief für ein Mobiltelefon ist doch peinlich, könnte man denken. Aber mal ehrlich, wer von uns trauert nicht heimlich dem ein oder anderem Gegenstand hinterher, der einen jahrelang begleitet und zahlreiche Erinnerungen mit einem geteilt hat. Ein altes Erbstück, der Familienesstisch, der Verlobungsring, das selbst zusammengeschraubte Moped. Jeder siebte Deutsche verpasst sogar seinem Auto einem Spitznamen. Wir leben in einer Welt voller Plastikgehäuse und intelligenten Maschinen – eine kalte Konsumwelt. Was ist also daran verwerflich, seinem Umfeld ein wenig Emotionen zu verleihen, den Wert zu respektieren und sorgsam damit umzugehen. So werden allein für ein Smartphone seltene Rohstoffe wie Tantal aus Coltan-Erzen benötigt, die mühsam unter widrigen, lebensgefährlichen Umständen erbeutet werden. Auch Palmöl und Aluminium sind integrale Bestandteile unseres Alltags und zerstören dabei so viele Lebensräume und Lebenswelten. Grund genug, unseren liebsten Gegenständen mehr Sorgfalt entgegenzubringen – und ihnen ein möglichst langes Leben zu ermöglichen. Dann kann man guten Gewissens auch mal was Neues wagen…

Matschig-braun und diesig-grau ergeben einen goldenen Oktober? Jawoll! Und wie herrlich er leuchten kann. Die perfekte Zeit, um die goldenen Momente der Gilmore Girls bei einem gemütlichen Staffelmarathon mitzuerleben, in sehnsüchtiger Vorfreude auf das Revival ab 25.11. bei Netflix. Die perfekte Zeit, um die überfüllten Hörsäle der Uni zu erstürmen, dem goldigen Schwarm heimlich die Nummer zuzustecken und sich dabei wie in einem Teenie-Film zu fühlen. Die perfekte Zeit, um mit einem duftenden Kaffee in der Lieblingsbuchhandlung die überraschende Regenhusche abzuwarten. Und im unwahrscheinlichen Fall goldener Sonnenstrahlen heißt es: Ab aufs Wasser! Einfach ein Kanu mieten und die Stille genießen. Keine nervigen Touristen, dafür fantasievolle Wolkengebilde auf der glitzernden Wasseroberfläche und munteres Vogelgezwitscher in den bunt leuchtenden Bäumen.
Als Kinder bauen wir glanzvolle Traumschlösser, voller Überzeugung und Tatenkraft. Als Erwachsene bleibt dafür dann meist nur noch ein müdes Lächeln übrig, trunken vor Melancholie und Sehnsucht. Manch einer fragt sich im Stillen, wo er denn eigentlich die Abzweigung zu seinem großen Traum verpasst hat. Doch manche haben es tatsächlich gewagt und haben ihren großen Traum Wirklichkeit werden lassen. Genau solche Alltagshelden möchte die Freitagsgefühl Redaktion ab heute in unregelmäßigen Abständen sprechen lassen. Deren Geschichten sollen inspirieren und Mut machen, sein Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen, egal wie alt man ist.
Der Wecker schrillt, draußen ist es dunkel, du quälst dich hoch, die lästigen Meetings des Tages bereits im Kopf. Die Milch flockt im Kaffee, der Müll quillt über und beim Radeln zur Arbeit ruinieren die matschigen Wege deine Arbeitskleidung. Der Tag zieht sich wie Kaugummi und deine Stimmung ist wie der regenverhangene Himmel draußen. Da ist nix mit happy Freitagsgefühl, glaubst du?!
„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Dieser kitschige Postkartenspruch versucht das Ungesagte zu beschwichtigen. All die Ungewissheiten, die auf einen zukommen werden. Die Furcht davor, das Vertraute loszulassen. Die Wehmut des Abschieds. Die Schwierigkeit, sich zu gedulden, wenn nicht alles gleich sofort funktioniert. Die Strapazen, irgendwo ganz neu zu beginnen und sich selbst neu zu finden. Der Herbst ist die Zeit des Neuanfangs. Neuer Job, neues Semester, neue Ausbildung, neue Wohnung, neue Herausforderungen. Für tausende Abiturienten beginnt nun mit dem Studium tatsächlich das Leben 2.0 – Fiktionen aus Hollywood-Movies, Träume und Realitäten prallen aufeinander. Man kann sich nicht entscheiden, ob man furchtbar erwachsen oder total überdreht sein möchte und muss dann in einigen Wochen ernüchtert feststellen, dass Hausarbeiten schreiben nur in Filmen ultra lässig ist. Aber keine Panik, Starthilfe bei Recherche, Gliederung und Formulierung leistet gerne die Freitagsgefühl Redaktion. Einfach ansprechen und den Kommilitonen weitersagen! 😉