Buch, Bücher, Buchmesse

Anleitung für Bücher-Junkies und Messe-Newbies

Leipziger Buchmesse: Cosplay
pastell dragon and mysthic elf

Die Leipziger Buchmesse öffnet ihre Tore und schon herrscht Ausnahmezustand in Leipzig: schillernde Elfen und skurrile Manga-Kreaturen bevölkern die Straßenbahnen und an allen Ecken warten aufgebaute Mikros auf ihren Einsatz. Genau genommen an 571 Schauplätzen. Denn parallel zur Buchmesse feiert die gesamte Stadt mit ihren Bewohnern Europas größtes Lesefest: „Leipzig liest“. In über 3.400 Veranstaltungen wird „das gedruckte, gezeichnete und vertonte Wort“* gefeiert. Denn die Leipziger Buchmesse ist kein typisches Messe-Stelldichein überambitionierter Schlipsträger, sondern eine Art Volksfest für alle Wortliebhaber und Kulturbegeisterte und zugleich eine Pilgerstätte für Cosplayer im Rahmen der Manga-Comic-Convention.

Doch nicht jeder hat eine emotionale Beziehung zu Büchern und nicht alle können oder wollen sich ins Getümmel stürzen. Darum gibt es diesmal ein Novum des Freitagsblogs: Ein persönlicher Bericht der Redaktion für alle Daheimgebliebenen und eine Anleitung für alle Wochenendbesucher.

Wenn Buch und TV zusammenkommen…

Denn seit mehr als zehn Jahren bedeutet der März für die Freitagsgefühl Redaktion, auf DAS Großereignis in der Messestadt hinzufiebern, sich schließlich freudetrunken mit der Masse durch die Hallen tragen zu lassen und voller Eindrücke, mit vollgestopften Werbetaschen gemeinsam mit Manga-Fans in überfüllten Straßenbahnen zurückuzukehren in den Alltag – oder zur nächsten Release-Party, Aftershow oder Poetry-Slam mit einem Line-up deluxe.

Doch diesmal teilt die Freitagsgefühl Redaktion ihre Erfahrungen von der Leipziger Buchmesse mit euch da draußen an den Displays. Um diese Hingabe an die Welt der Bücher, bunten Medien und kreativen Freaks gebührend „verbloggen“ zu können, sollte der Messebesuch diesmal jedoch professionell und so, ähm ja, „erwachsen“ ablaufen. Was daraus geworden ist, lest ihr in diesem ausnahmsweise persönlichen Bericht.

Buchmesse für Fortgeschrittene

Wie es sich für einen Profi gehört, durchforstete ich vorab akribisch das Programm und erstellte mir aus über 400 Veranstaltungen (allein am Messestandort und nur am Eröffnungstag) einen zugegeben etwas zu ambitionierten Neun-Seiten-Zeitplan. Gut, dass ich direkt in den „Wake-up-Slam“ von Arte hineinstolperte und erstmal dem großartigen Volker Surmann bei einer Poetry-Slam-Einlage zum Thema Bahnfahrt lauschen konnte. Und schwupps, waren Zeit und Menschenmassen vergessen. Aber halt, die nächste Veranstaltung wartete ja bereits.

Leipziger Buchmesse: Litauen
Litauen: Schwerpunktland
Leipziger Buchmesse: Sales Award
Preisverleihung: Sales Award

Eigentlich warten sogar vier Veranstaltungen gleichzeitig auf mich, natürlich in unterschiedlichen Hallen. Lieber eine Signierstunde in der Comic-Area instagramtauglich verfolgen, einen Lettering-Workshop so typisch blogmäßig begleiten oder ganz journalistisch die Vorstellung der Nominierten für den Buchpreis dokumentieren? Puh. Ich verirrte mich schließlich zur Eröffnung des Standes Litauen, das diesjährige Schwerpunktland. Die Rede war unverständlich und langweilig, Häppchen wurden erst später serviert und die Folklore-Band verpasste ich knapp, während ich vergebens auf den Start des Literaturpreises wartete. Und so hüpfte ich brav gemäß Terminplan von Stand zu Stand, lauschte in Lesungen hinein und beäugte Diskussionsrunden und Nominierungen. Fazit: Ich bekam nichts wirklich mit, sah nichts im dichten Gedränge und blickte mehr auf die Liste als auf die Regale links und rechts. Buchmessenflair? Fehlanzeige.

Also Strategiewechsel. Brav setzte ich mich für die gesamte Dauer in den  Vortrag mit dem verheißungsvollen Titel: „Knackige Texte im Web…“; in der Hoffnung, daraus einen eigenen Blogbeitrag zu gestalten. Nun ja, was ich gelernt habe: Überschriften sollten „packend“ sein, „content is king“, aber bitte schön smartphonetauglich mit gaaanz kurzen Wörtern und Sätzen. Ah ja. Darauf erstmal ein Kaffee. Den gibt es – ausgerechnet – am Stand der Hallenser. Er sei laut MDR und dem älteren Herrn neben mir der beste der gesamten Messe. Gegen Coupon gibt es den sogar gratis. Das ist gut so, denn wider besseren Vorhabens habe ich mein Geld doch wieder für allerlei schönen Krimskrams von Rannenberg&Friends dagelassen.

Leipziger Buchmesse: Satyr Verlag
Neuerscheinungen des Satyr-Verlags mit Begründer Volker Surmann
Leipziger Buchmesse: Schweizer Verleger
Tipp: Unabhängige Verleger aus der Schweiz

Der Kaffee hatte den Gilmore-Girls-Effekt: Vergiss die Erwachsenenwelt und freue dich einfach über den Moment. Ich gab meine Terminliste frustriert auf und schlenderte erleichtert durch die Reihen der jungen Verlage. Sogleich entdeckte ich witzige Aufbauten (z.B. von den unabhängigen Schweizer Verlegern „swips“) und lauschte einigen cleveren Marketingkniffen am Stand von Neobooks. Ich begegnete spannenden Menschen und gleichgesinnten Selbstständigen und gegenseitig pushten wir unsere Produkt- und Kooperationsideen. All die Hektik war vergessen. Plötzlich stolperte ich sogar in den Standbereich des Satyr-Verlages (den meisten bekannt durch die Poetry-Slam-Fibel) von niemand geringerem als Volker Surmann persönlich! Hier wird selbst die knallharte Redakteurin zum Groupie und erklimpert sich erstmals ein Autogramm…

Leipziger Buchmesse: Druckerpresse
Druckerpressen in Aktion und DIY: stempeln!

Das ist es wieder da, dieses nervöse Kribbeln wie als Kind vorm Süßigkeitenregal. Ich lasse mich verschlucken von dieser anderen Welt, in der ich umgeben bin von druckfrischen Buchtiteln, neugierigen Verlegern, hibbeligen Autoren und aufwendig kostümierten Manga-Fans. Ich bewundere uralte Druckmaschinen, lasse mich verführen in exotische Länder und bleibe bei spannenden Wortfetzen stehen.

Leipziger Buchmesse: Luther
Dahms präsentiert seinen Comic über Luther und die Reformation.

Zum Beispiel in dem Gespräch „“Fuck fuck fuck fuck fuck“ -Warum Lächeln keine Lösung ist“ mit Margarete Stokowski und Ronja von Rönne. Diese erklärt soeben: „Wut heißt, es kümmert mich noch. Wut ist wichtig, denn es bewahrt den Aktionismus.“ Wie passend, dass ich daraufhin immer wieder auf Sebastian Krumbiegel und seinen unermüdlichen Einsatz für Courage treffe. Neben Migration, Courage und Europa ist Luther natürlich eines der diesjährigen Knallerthemen. Überraschend Kurzweiliges hat Thomas Dahms im Angebot: Mithilfe der Macherin des Yadegar Asisi Panoramas hat er die Reformation in einen unterhaltsamen, historisch fundierten Comic gepackt (ISBN: 978-3-926560-84-1)

 

Buchmesse für Anfänger

Leipziger Buchmesse: Bücherregal
Bücher über Bücher…

Bücher sind nicht so dein Ding und Fachmessen sowieso nicht? Dann wird es höchste Zeit für einen Crashkurs in Leipzig. Denn hier ist die Buchmesse kein ödes Kräftemessen von angestaubten Verlagen und Anzugträgern. Hier begegnen sich großartige Ideen, Cosplayer und Bücherfreaks, Bildungsmedien und Start-ups, politische Diskussionen und witzige Aktionen. Hier kann man mitmachen, ausprobieren und staunen. Zudem veranstaltet die Stadt das größte Lesefest Europas. In über 600 teils skurrilen Lokalitäten, von der Hundeboutique, über den Friedhof bis zum Opernhaus bieten Autoren, Musiker, Künstler, Comedians und Promis kostenfrei ihr Stelldichein. Es ist eine Art Volksfest, nur ohne Krawall und mit einem Riesenrad aus Fantasie und Inspirationen.

Leipziger Buchmesse: VIP Interview
VIP Interview zur Buchmesse

Für die Buchmesse empfiehlt es sich, bequemes Schuhwerk, Kleingeld für überteuerten Kaffee und viel Zeit mitzunehmen. Die Sparfüchse drucken sich den Coupon für gratis Kaffee vorab aus (siehe Werbebanner unter dem Programm HIER). Übrigens: Die Toiletten mit den kürzesten Wartezeiten befinden sich passenderweise zwischen Halle 3 und 5…

Wer unbedingt seinen Lieblingsautor live erleben möchte, sollte sich frühzeitig einen Platz ergattern. Ansonsten rät die Redaktion ausdrücklich: Lass dich treiben! Oder gleich von der Masse mitschieben. Stöbere im riesigen Antiquariat, lass dir kostenlose Probeabos aufschwatzen, stibitze Werbestifte und beteilige dich bei Mitmach-Aktionen. Verweile, solange dich die Worte fesseln und verdränge die Sorge, du würdest etwas verpassen. Kleiner Tipp: Halte dich von Preisverleihungen fern: Sie sind überfüllt, langwierig und im Internet lassen sich die Gewinner eh viel besser verständlich nachvollziehen. Den Preis der diesjährigen Buchmesse für Belletristik gewann übrigens Natascha Wodin für „Sie kam aus Mariupol“.
Messe „light“ als perfekte Einstiegsvariante gibt es bereits ab zehn Euro ab 15 Uhr. Die Infos zu Öffnungszeiten und Preise findest du HIER.

Leipziger Buchmesse: Reiseführer
Reiseweh…

Wer es schafft, so überdimensioniert viele Worte in einem Blogbeitrag zu lesen, der schafft es auch, sich mit vielen Büchern zu umgeben. Also, auf geht’s zur Leipziger Buchmesse!
Und dann freut sich die Freitagsgefühl Redaktion über euren Bericht:

Wie verbringt ihr eure Zeit während der Buchmesse?

Welche Tipps bringen euch gut durch den Messetag?

 

 

*Auszug aus der offiziellen Website der LBM 2017

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Pimp my Billy!

Shabby chic macht Wohnung schick

Möbel sucht Farbe: EinblickVon Dawanda  zum eigenen Laden. Davon träumen viele handwerklich Begabte. Eine hat es nun geschafft: Melanie Große. Sie gab ihren Job im Projektmanagement auf und verwirklichte ihren Traum vom eigenen Unternehmen. Von der Idee bis zur Umsetzung brauchte sie zwei Jahre. Bereits während des Studiums wertete sie Gegenstände für Freunde auf. Doch die meisten belassen es dabei. Sie suchen sich eine sichere Anstellung und verschenken ihr Potenzial an die Hobbywerkelei. Das es auch anders gehen kann, beweist „Möbel sucht Farbe“.

Shabby chic: Aus neu mach alt und aus alt mach neu?

Talent, Geduld und Leidenschaft stecken in dem kleinen Lädchen Nähe der Ecke Arthur-Hoffmann-Straße und Kurt-Eisner-Straße mitten in der Südvorstadt von Leipzig. Hier lassen liebevoll gestaltete Möbel und Wohnaccessoires die Deko-Herzen höher schlagen. Egal ob alte oder neue Möbel oder die eigenen Lieblingsstücke: Hier wird alles nach Wunsch in ein individuelles Kunstwerk verwandelt. Prägender Stil ist der angesagte Mix aus shabby-chic und englischem Landhaus. Blümchenmuster trifft auf skandinavische Frische. Der Begriff „shabby chic“ ist vermutlich im englischen Raum entstanden, doch es gibt vielerlei Auslegungen zu Ursprung und Definition. Ziel ist es, das Mobiliar auf Alt zu trimmen, sodass es dennoch ansprechend wirkt. Schicke Gebrauchsspuren sind ausdrücklich gewollt. Bevorzugte Materialien sind Emaille, Rost, Beton und Holz; industrieller Charme ist gern gesehen.

"Möbel sucht Farbe": shabby chic in LeipzigMöbel findet Farbe

„Möbel sucht Farbe“ ist eine Mischung aus Werkstatt, Tuning und Möbelgeschäft. Hier lassen sich Küchenbuffets, Etageren, Schmuckkästchen, Garderoben, Katzenhäuschen, Rahmen, Sekretäre gleichermaßen aufstöbern (und noch sooo vieles mehr!). Als Grundlage dienen gebrauchte Möbel von Flohmärkten oder privat, die liebevoll repariert und mit Farbe, Kreide, Papier, Schablonen und Serviettentechnik aufgewertet werden. Man kann auch eigenes Mobiliar zur Verwandlung mitbringen oder sein Ikea-Regal pimpen lassen. Omas Nachtschränkchen passt nicht ins Auto? Kein Problem, der Transport wird vom Laden organisiert, innerhalb Leipzigs gibt es das schon für maximal 25 Euro.

Workshop Alarm! DIY Kurs 

Doch Achtung, mit Betreten des Geschäfts steigt das Risiko immens, sich in ein Schätzchen vom Fleck weg zu verlieben. Wie praktisch, dass die Inhaberin Melanie ihr Wissen und ihre langjährige Erfahrung sogar mit uns teilt! Am Samstag, den 25. März 2017 von 11-14 Uhr wird es einen Workshop geben! Mehr Infos dazu gibt es auf der Website HIER

Leipzig ist die Hochburg der Kreativen, der Künstler und der Flohmarkthipster. Eine Perle in dieser kreativen Schatztruhe ist „Möbel sucht Farbe“. Dieses Beispiel macht Mut, seinen eigenen Weg auszuprobieren. Die Gründerin startete als Hobbywerkerin, startete durch bei Dawanda und auf Kreativmärkten und ist nun Unternehmerin mit Werkstatt und Laden. Habt auch ihr den Mut, sammelt eure Träume und lasst euch dieses Wochenende davon inspirieren.

Zum Stöbern: Shabby chic bei Dawanda: HIER

Alles zum Shop „Möbel sucht Farbe“: HIER

 

Schätze im Alltag: TEE!

Schätze des Alltags im Tee Contor LeipzigTee: Kleinod, Naturprodukt, Mythus und Trend

Leipzig besitzt ein Kleinod. Wer es einmal kennengelernt hat, kehrt immer wieder dorthin zurück und verteilt dessen wertvolle Perlen weltweit als Gastgeschenk oder hamstert es als Eigenvorrat. Es ist ein Stück Leipzig, mit dem man sich überall zuhause fühlt. Diese „Perlen“ sind ein wertvolles Naturprodukt, in mühevoller Handarbeit und mit uralten Maschinen hergestellt. Es handelt sich um Tee.

Tee: Chance der Wendezeit

Der legendäre Tee Contor in der Karli No. 100 ist eine realisierte Chance der Wendezeit. Frank Oetzel und seine Frau lebten in dem Eckhaus, als es zur Wende privatisiert wurde. Im Erdgeschoss befand sich ein Ladengeschäft, das eher einer Rumpelkammer glich. Mühevoll schuf das junge Paar aus dem dreckigen und kaputten Lagerraum in langen sechs Monaten ein urgemütliches, einzigartiges Teegeschäft, an dem sich bis heute nicht viel geändert hat; selbst die Regale stehen dort genauso wie vor 26 Jahren. Vor der Eröffnung am 25. März 1991 war eigentlich eine Art Cateringservice mit allerlei früher knappen Lebensmitteln wie teuren Wein und hochwertigen Tee geplant. Doch nach einer explorativen Reise nach Ostfriesland – die erste Adresse für Teeliebhaber – war es endgültig um die Liebe zum Tee geschehen. Mit dutzenden Inspirationen und einer Kooperation mit einem renommierten Teegroßhändler aus Hamburg in der Tasche kehrten die Oetzels zurück und eröffneten DAS  Teewarenfachgeschäft mit hochwertigen Teesorten zum erstaunlich kleinen Preis.
Der kleine, vollgestopfte Laden ist nicht nur eine duftende Oase der Ruhe und des Wohlbefindens, sondern auch einer der erklärten Lieblingsorte der Freitagsgefühl Redaktion.

Tee Contor Teedose LeipzigHeute lassen sich in geringem Maße neben Tee auch andere Produkte erwerben, wie Honig und Konfitüre aus der Region oder handgeschöpfte Schokolade. „Aber nur regionale Lebensmittel, die es nicht im Supermarkt zu kaufen gibt!“ Das ist dem Inhaber wichtig. Er merkt auch deutlich: „Man besinnt sich wieder auf Regionales.“ Sogar eine eigens gestaltete Leipziger Teedose gibt es im Sortiment.

Tee: Naturprodukt oder Massenware aus Fernost?

Tee Contor: berühmte SortenÄußerst regional und seit Anbeginn dabei sind die beiden Evergreens, die den Tee Contor mit berühmt gemacht haben: die beiden selbst kreiierten Mischungen „Fockeberg Power“ und „Alt-Connewitzer Mischung“. Über 300 Teesorten lassen sich im Laden erschnuppern, darunter klassische Plantagentees, Saisonware und abwechslungsreiche Eigenschöpfungen. Mittlerweile werden die meisten Mischungen direkt beim Teegroßhändler nach Wunsch zusammengestellt. Dies geschieht meist durch Apotheker, denn Tee ist ein Naturprodukt. Teeblätter und Kräuter sind nicht das ganze Jahr verfügbar, unterliegen Erntezyklen und Schwankungen. Tee lässt sich nicht mal eben züchten wie Tomaten und ist eine endliche Ressource. Das gilt vor allem für die streng limitierten Flugtees. Das sind die ersten Ernten, die frisch importiert werden. Die weltweit verfügbare Teemenge bleibt gleich, doch der Verbrauch ist in den letzten Jahren enorm gestiegen, vor allem seit Tee als gesunder Trend in Russland und anderen Ländern deklariert wird.

Im Tee Contor wird der Tee sorgfältigen Prüfungen unterzogen. Neue Mischungen und Ernten werden ausgiebig getestet, Darjeelings vorab als Flugtees probiert, neue Sorten oder Anbaugebiete auf Teemessen ausgiebig ausgekundschaftet. Ausprobieren ist der Schlüsselbegriff, denn als Naturprodukt ist keine Ernte identisch der anderen. Dies gilt für Tee genauso wie für die Beimischungen wie Blüten und Kräutern.

Tee: Mythen und Trends der richtigen Zubereitung

Doch wie genau gelingt denn eigentlich der perfekte Aufguss? Mythen und Trends geistern viele durch die Medienwelt. Für den Inhaber Oetzel gibt es im Grunde nur ein absolutes Tabu: Zitrone im Tee! Das verfälscht das Aroma. Ausschlaggebend sind Ziehzeit und Menge, und hier sollte man sich am besten vom Profi (dem geschulten Verkäufer) beraten lassen. Wer es süß mag, sollte Akazienhonig wählen, der wirkt sich nicht stark auf den Geschmack aus. Milch ist bei kräftigen Tees und Chais empfehlenswert. Und folgende Faustregel ist kinderleicht: Heller Kandis bei hellen und leichten Tees wie Darjeeling, dunkler Kandis bei kräftigen Tees wie Ceylon oder Assam. Generell gilt: „Bitte nicht darauf festlegen, was die anderen behaupten“, sondern den Tee nach seinen persönlichen Vorlieben genießen.

Und was ist mit dem Gerücht, den ersten Aufguss grünen Tees wegzuschütten? In China wird dies aus traditionellen und wohl auch hygienischen Gründen praktiziert. Doch hier zulande besser sein lassen, denn darin sind die meisten Vitamine und Nährstoffe enthalten. Ideal wäre es, dass Wasser nach dem Kochen abkühlen und dann die Blätter lose schwimmen zu lassen.

Nachdem der gründe Tee lange Zeit als verheißungsvolles Wundermittel gefeiert wurde, gibt es nun einen neuen Hype: Kräuter- und Früchtetees mit Gemüse wie Gurke und Ingwer. Natürlich findet ihr diese im Tee Contor in der Karli 100, genauso wie die lang erwarteten Detox- und Frühlingstees der neuen Saison. Endlich kehrt auch in unsere Tassen wieder eine blumig-fruchtige Note ein. Der Frühling kann kommen!

tee Contor Karli 100 LadenIhr habt Lust auf Tee bekommen? Dann lasst euch verführen im
Tee Contor Leipzig,
Karl-Liebknecht-Straße 100, 04275 Leipzig,
MO-FR: 10:00-19:00 Uhr, SA: 10:00-14:00 Uhr,
Telefon: 0341/3917393
Hier geht es zur Website
Aber Achtung, hohes Suchtpotenzial! 😉

Wellen, Wind und eine Brise Kitsch

Wellen Ahoi!

Wellen für das Freitagsgefühl

Manchmal hat man das Gefühl, das Leben dreht sich nur im Kreis.
Höchste Zeit, auszubrechen und sich eine kleine Auszeit zu gönnen. Und was gibt es Naheliegenderes, als einfach bei dem Schmuddelwetter ins Flugzeug zu steigen und ganz weit weg, direkt der Sonne entgegen zu fliegen?

Süden, ich komme!

Da das natürlich nicht jeder kann, vor allem nicht jetzt auf der Stelle, nimmt euch die Freitagsgefühl Redaktion mit in den Süden. Mitten hinein ins Klischee von Sonne, Palmen und Sandstrand – und irgendwie auch nicht. Denn es ist eine besondere Insel. Rau, windig, schroff, kahl. Hier gibt es nicht viel außer Ziegen, Atlashörnchen und schwarzem Vulkangestein. Perfekt um abzuschalten, den Alltag loszulassen und sich zu verlieren im Beobachten der Wellen.

Wellen, Wind und Weite

Where is the oceanview

Breit ziehen sich die Straßen durch die Ödnis, die mit ihren tiefen Schluchten und welligen Dünen fasziniert. Hie und da begegnen einem verlassene Hausruinen, die rätselhaft in die Landschaft ragen.

In malerischen Fischerdörfchen sonnen sich wilde Katzen an den vertäuten Fischerbooten, und hinter jeder Kurve lauert der nächste atemberaubende Oceanview.
Wellen Ahoi!Bei dem Anblick der glitzernden Wasseroberfläche kommen einem nur Klischees in den Sinn. So etwas wie tief durchatmen, sein Herz öffnen und die Augen strahlen lassen angesichts der Weite und dem Gefühl der Freiheit. Plötzlich gleiten Delfine unweit des Beachbreaks aus dem Wasser und auf dem Weg zum Meer fliegen zwei grüne Papageien umher, wie dem Urwald entsprungen. Beweisfotos gibt es davon keine, weil die Redaktion sich derweil mit dem Surfboard abschleppt, um sich sogleich in die Wellen zu stürzen. Türkis leuchtet das Meer und silbrige Fische schwimmen aufgeregt durch die Beine, während man sich voller Enthusiasmus gegen die Gischt wirft. Und dann ist es soweit: Der erste Take-off gelingt und die Freude vibriert durch den gesamten Körper, während man sich von der Welle tragen lässt.

Freitagsgefühl mit Kitschfaktor

Okay, die oberen Zeilen triefen vor Kitsch und doch fühlt es sich exakt genau so an. Das ultimative Freitagsgefühl in Dauerschleife. Darauf ein ¡salud! Lasst es euch gut gehen!

kleine Auszeit mit Wellenkino

Kleiner Tipp für Zuhause: Bikini unter die Jogginghose ziehen und mit Flipflops zur Couch schlurfen. Statt Chips und Erkältungstee ein kühles Sommermixgetränk mit Orangenscheibchen genießen und Surfmugge vom Feinsten einlegen.

Sonnenuntergang

Freitagsgefühle auf die Ohren:

… Ein bisschen Urlaubsstimmung zum Nulltarif schenkt euch die Freitagsgefühl Redaktion mit frischen neuen Sommer-gute-Laune-Surf-Songs, für jeden Tag in der Woche einen und vor allem mit ganz viel Meeresrauschen! 🙂 Viel Spaß!

 

Frühling? … and action!

Frühling: Zeit für NeuanfangDie perfekte Zeit für Neuanfang!

Ha! Wir haben sie erwischt! Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen haben wir eingefangen, zum ersten Mal haben wir uns ohne Vollvermummung raus getraut. Dieses Gefühl war beinahe vergessen: Die glühenden Wangen im Sonnenschein. Im Lieblingscafé in der Sonne zu sitzen, die vorüberziehenden Leute zu begutachten und aufregende Pläne für den Sommer zu schmieden. Und zwischendurch, wenn der Freund gegenüber in seine Zigarette versunken ist, schließt man heimlich die Augen und atmet tief durch. Diese allererste Frühlingswärme auf den Wangen ist die schönste. Wenn der Wind noch eisig kalt ist und man plötzlich spürt, dass die Sonne nicht nur blendet, sondern tatsächlich wärmt. Wenn der Körper am liebsten tanzen möchte, weil die dicke Winterjacke nicht mehr einengt und die Füße nicht mehr in unbeweglichen Stiefeln stecken. Weil die Erinnerung an den Sommer plötzlich hochkriecht.

Will mich nicht schämen für ein bisschen Glück
Bin ich es selber, oder spielt die Welt verrückt?

Die Blumenläden an der Ecke locken mit bunten Tulpen und Narzissen, im Garten trauen sich erste Schneeglöckchen und Krokusse hervor. Nein, natürlich ist vom echten Frühling noch nicht allzu viel zu sehen. Unzählige Feierwütige stecken eh noch mittendrin in der fünften Jahreszeit. Andere kommen erst jetzt zu ihrem Wintervergnügen und stürmen Pisten, Loipen und Apré-Ski-Hütten. Und doch liegt es in der Luft: Die Vorfreude auf den Frühling, die Lust auf Veränderung und einen neuen, frischen Sommer. Allein diese Vorfreude lässt einen ungeduldig werden. Und optimistisch – schließlich bekommen wir nun täglich mehr Sonnenlicht und Endorphine ab. Jetzt ist die große Zeit der Umbrüche und Neuanfänge.

Das Leben ist keine Kassette, sondern ein Radio. Es lebe der Neuanfang ins Ungewisse!Herzlich Willkommen Neuanfang

Neuanfang ist ein beschwingtes Wort. So als könne man im Leben auf die Reset-Taste drücken und anschließend auf Play. Nur, dass ein Leben weniger eine vorprogrammierte Kassette denn ein Radio ist. Man weiß nicht, was als nächstes kommt, egal wie viele Kanäle man ausprobiert. Bei einem Neuanfang kann man nie wissen, ob es eine Verbesserung oder Verschlechterung ist. Es ist wie Schlange stehen im Supermarkt. Gefühlt ist die Nachbarschlange immer genau nur so lange schneller, bis man selbst wechselt. Aber vielleicht sollte man sich gar nicht hetzen lassen von dem Gedanken, wo es denn schneller, höher, weiter voran gehen könnte. Vielleicht macht es einfach mehr Spaß, vor Langweile die Süßigkeiten an der Kasse auszuwählen wie in Kindertagen. Oder mit dem verschmitzt lächelnden Typen hinter dir zu flirten. Ohne Erwartungen, einfach weil es den Tag versüßt. Mit einem Neuanfang ist es ähnlich. Du bist nicht glücklich? Dann ändere was! Nur du allein bist für dein Leben verantwortlich.

Ich fühle mich einen Tag schwach, einen Tag wie neugeboren
Ich will Altes nicht bekämpfen, ich will Neues formen
Folge meinem Ruf, Träume verwelken leicht
Ich räume die Blüten aus dem Weg, nutze die Gelegenheit
Halte mich am Vorne fest, das fühlt sich wackelig an

Du musst nicht gleich Hals über Kopf auswandern oder deine Wohnung kündigen ohne eine neue Bleibe (auch wenn das zugegeben einen gewissen Nervenkitzel beinhaltet). Manchmal können es auch Kleinigkeiten sein. Wie ein neuer Arbeitsweg, oder ein neuer Sportkurs. Alte Gewohnheiten aufzubrechen und sich aus seiner Komfortzone des Altbekannten herauszuwagen erfordert Mut, Durchhaltevermögen und Optimismus. Aber wer das schafft, im Großen wie im Kleinen, der lernt neue Horizonte kennen. Der entdeckt ungeahnte Stärken in sich, lernt einige seiner Schwächen wertzuschätzen und rückt im besten Falle den Blick für das Wesentliche gerade.

Manchmal muss man jemanden verlieren, um zu erkennen, wie viel Liebe man eigentlich zu vergeben hat und wie unwichtig materielle Güter im Vergleich zu liebevollen Momenten oder adrenalingeladenen Ereignissen werden. Manchmal muss man den Boden unter den Füßen verlieren, um erstaunt festzustellen, dass es sich nach unzähligen Sternen greifen lässt.

Ich kann den Wind nicht ändern, nur die Segel drehen

Ein hartes Reset bringt uns wohl nicht vorwärts, so verführerisch es sein mag. Vor sich selbst kann man nicht flüchten, man nimmt sich überall mit. Aber man kann mit kleinen und großen Entscheidungen sein Leben gestalten und immer wieder neu auf Play drücken. Auch wenn nicht permanent Lieblingslieder laufen, kann man doch zumindest die Richtung auswählen. Es liegt an einem selbst, ob man zur Musik tanzt und das Beste draus macht.

Genießt die Vorfreude auf den Frühling, auf eure Pläne und eure Neuanfänge!

Es ist nie zu spät
Für einen Neuanfang

Freitagsgefühle auf die Ohren:

… Und wieder haben sich Songzeilen eingemogelt. Diesmal von dem unverwechselbaren Clueso. Das komplette Lied „Neuanfang“ findet ihr in der Playlist, genauso wie „Kinder der 90er“ von Kuult, die mit diesem Lied schöne Erinnerungen an das gute alte Kassetten-Zeitalter wachrufen.

*Hinweis: Die Rechte an den Textzeilen liegen bei Clueso und seinem Label.

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Von Seifenblasen und Realisten

Seifenblasen schillern so schön und schweben leicht daher. Bis sie anecken. Das zerstört sie. Mit Träumen ist es ähnlich, sobald sie auf die Realität treffen.

Du sagst, es erdrückt einem das Gemüt,
Wenn monatelang alles nur Regen, Matsch
Und graue Laune ist.
Jeder dreht seine Kreise im eigenen Zimmer,
Eckt manchmal an und bekommt gar nicht mit,
Wie sehr er die Welt vermisst.

Also komm wir lassen alles stehen, wie es ist.
Bis übermorgen oder bis uns irgendwer vermisst.
Komm wir lassen alles stehen, wie es ist.
Bis übermorgen oder bis uns irgendwer vermisst.

Auf der Straße hör ich nur noch: es muss ja –
Und das tut es eben nicht *

Ok, wieso nicht, wenn einen nur noch die triste Belanglosigkeit hier hält. In dieser verrückten Zeit ist alles möglich, warum nicht seinen Mut zusammennehmen und seine Träume verwirklichen? Dem Alltag für eine Weile entfliehen und neue Horizonte erkunden?

Wir sind jung, uns hält nicht viel, also brechen wir auf. Sicherheiten und Doppelhaushälften gehören unserer Elterngeneration. Wir hingegen sind ja so flexibel. Unliebsame Kontakte lassen sich mit einem Klick entfreunden und gearbeitet wird hier und da in hippen Co-Working-Spaces oder mit freshen Start-ups. Wenn eh schon alles unsicher scheint, dann lass uns wenigsten Spaß an und in der Unverbindlichkeit haben. Mit der Realität beschäftigen wir uns dann später…

Ich mag es, wie aus freiem Fall,
aus blauem Himmel, lautlos, fast überall
leere Worte auf den Boden prallen
und wir aus allen Wolken fallen.

Kommt vor, dass wir die Augen verdrehen
und dieses Theater nicht mehr verstehen.
Kommt vor, dass uns der Mut vergeht,
Mutter Courage nur blöd im Weg rum steht.

Ich mag es – wie Sprachblasen platzen,
wenn sie vor uns auf das Pflaster klatschen,
denn Sprechblasen machen so gut wie keinen Rabatz,
sie machen nur ganz leise: Platz *

Shit. Wieso ist es so verdammt schwer, das Leben „leicht zu nehmen“? Bei Instagram, Facebook & Co sieht es so einfach aus. Ein Leben wie im Lifestyle-Magazin. Bis plötzlich die Blase platzt. Wenn man die Welpenschutzphase des Berufsanfängers längst verlassen hat und Papi nicht mehr um Geld fragen kann. Wenn sich mit diesen hippen Freelancer-Jobs die Rechnungen nicht so recht bezahlen lassen wollen. Wenn andere um einen herum Familien gründen oder die Karriere nicht nur starten, sondern durchziehen und man selbst völlig planlos ist. Wenn man feststellt, dass man sich als Teenie sein jetziges Ich irgendwie ganz anders, viel gefestigter vorgestellt hätte. Wenn Altersvorsorge, Versicherungen und Steuererklärungen von langweiligem Erwachsenenkram zu notwendigen (beruflichen) Existenzgrundlagen werden und als Ballast auf den Schultern lasten.

Wenn Träume sich in Luft auflösen und wie Seifenblasen platzen, wenn sie an die Realität anecken, dann geschieht es leise. Es tut höllisch weh, aus allen Träumen zu fallen. Das haben wir nun davon, von unserem ständigen „Mit der Realität beschäftigen wir uns dann später…“-Gequatsche.

Und dann kommt da einer und sagt, er sei nur Realist
Und tut so, als wenn die Realität
Nur eine Kleinigkeit für ihn ist.
Steht da wie einer, der Wahrheit aus Suppenkellen frisst.
Ich glaube keinem, der sagt, er sei nur Realist.
….
Ich glaube keinem, der sagt, er sei nur Realist,
Weil dieser Satz doch ganz
Genau so blöde wie abgedroschen ist.
Wenn die Realität nur eine Kleinigkeit für ihn ist,
Mag er ein Arschloch sein, aber bestimmt kein Realist. *

Will man dem Bild unserer Generation gerecht werden und sich ausprobieren, warten schon die verhöhnenden Zeigefinger auf unser Scheitern. Aber hey. Wir haben ein Privileg. Wir dürfen unsere Träume leben. Das stellt uns vor ganz neue Herausforderungen als die vergangenen Generationen. Einem Traum hinterher zu sehnen fühlt sich anders an, als einen Traum tatsächlich zu leben und zu merken, dass er nicht passt. Dass all unsere hoffnungsschwangeren, illusorischen Worte sich in Luft auflösen. Oder dass trotz allen Mühen Träume am Ende doch an der Realität zugrunde gehen. Nur was ist die Alternative? Unsere Chance gar nicht erst nutzen, weil manches platzt? Es sich in einem Leben bequem machen, das einem eigentlich gar nicht passt, nur um dann die anderen naseweis belächeln zu können? Nein, das Leben ist nicht dauerhaft easy-going und schillernd schön wie es in Social Media gefeiert wird. Und keine Entscheidungen zu treffen aus Angst vor falschen ist keine coole Unverbindlichkeit, sondern feige. Doch wir haben das Privileg, immer wieder neue Träume zu entwickeln, sie zu gestalten und auszuprobieren. Unsere Generation sei so flexibel. Na dann sind wir flexibel! Dann lasst es uns nicht zu einfach machen, lasst uns auch mal auf die Schnauze fliegen und lasst uns Seifenblasen pusten! Wenn welche zerplatzen, zaubern wir neue.

Na, wer hat es erraten? Die Lyriczeilen sind von einem grandiosen deutschen Künstler und (v.a. früher) Straßenmusiker. Die Band live zu erleben geht unter die Haut. Jedes Mal. Jedes Konzert ist anders, eigen und ein Erlebnis, woran man sich lange erfreut. Die Auflösung erfahrt ihr HIER.

Jetzt ganz NEU im Freitagsblog: Freitagsegfühle gibt es nun auch auf die Ohren!

3 Songtexte sind in dem Text oben eingebaut. Hier könnt ihr sie in voller Länge hören.

Allen, die sich nicht (kostenlos) bei Spotify anmelden möchten, sei dieses YOUTUBE-Video empfohlen…

* Die eingerückten Zeilen sind Songtextzeilen von dem großartigen Felix Meyer. Alle Urheberrechte gehören ihm bzw. dem Plattenlabel. 

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10 Last Minute Lerntipps – keine Macht der Prüfungsangst

Rote Rosen und Candle-Light-Dinner – Das ist wohl das Letzte, was die meisten Studis gerade im Kopf haben. Denn nicht der Valentinstag allein verursacht Magengrummeln, sondern die Prüfungszeit. Doch auch die Berufstätigen unter uns sind betroffen von einer Flut an Arbeit, Messen, Konferenzen und Meetings. In den Parks sieht man statt Studenten bloß noch Kinderwägen, dafür gibt es keine Parkplätze mehr vor den Bibliotheken. Gehetzte Gesichter in den frühen Morgenstunden statt selig lächelnde Feierwütige mit zertanzten Schuhen und verschmiertem Make-Up.

aspera ad astra - mithilfe der LerntippsTschüss Prüfungsangst, ich bin dann mal bei Netflix…

Wieso sind wir gerade jetzt so arbeitseifrig? Die Weihnachtszeit war ebenso stressig, aber eben irgendwie auch heimelig mit einem Touch von (Möchtegern-)Besinnlichkeit. Im Frühjahr stehen oft freudige Umbrüche bevor: Neue Semester, neue Jobs, die Aussicht auf baldige lange Nächte und grandiose Sommertage im Freien. Doch die ersten Monate des Jahres sind die Schlimmsten, hier gelten keine Ausreden wie Sonnenschein und Familienfest. Hier warten nur nasskaltes Wetter, nervige Vorsätze, und eben dieser unüberwindbare Berg an Arbeiten, Prüfungen und To Do’s. Wie verführerisch ist es da, sich einzukuscheln und Netflix & Co zum besten Freund zu deklarieren. Tschüss Realität, ich bin dann mal weg. Nur leider verraten uns die Lieblingsserien nicht den Prüfungsstoff und erledigen nicht für uns die leidlichen Termine. Kurz vor der Angst wird das dem größten Serienjunkie klar, doch dann ist es meist zu spät. Die lähmende Furcht vor dem Versagen verriegelt jegliche Gehirnaktivität.

Last Minute Tricks gegen Prüfungsangst

Damit zumindest der Hauch eines Freitagsgefühls aufkommt, verrät die Freitagsgefühl Redaktion euch hier und jetzt einige Last Minute Tricks, um mental von dem Flucht- in den Angriffsmodus umzustellen und die drohenden Herausforderungen zu rocken.

Normalerweise steht bei Lerntipps an erster Stelle: frühzeitig kleinschrittig planen und einen detaillierten Lernplan erstellen. Am besten noch ausgewogene Ernährung und viel Schlaf. Sinnlos angesichts eines 900-Seitenskripts und zwei Tagen Lernzeit.
Daher kommen hier die Tipps für „Kurz vor der Angst“:

Lerntipp Nr. 1:

Welcher Lerntyp bist du? Pass dein Material entsprechend an. Möglichkeiten gibt es viele:

  • Filme gucken: Sieh dir Tutorials an und probiere E-Learning-Sessions aus;
  • Pseudo-Spickzettel: Schreibe die wichtigsten Infos für dich handschriftlich zusammen;
  • Rollenspiel: Erkläre deinem ahnungslosen Mitbewohner den Stoff.
  • Die Lösung erschummeln: Rechne frühmorgens unter Zeitlimit Aufgaben nach, vergleiche mit der Lösung und wiederhole den Spaß mit den gleichen Aufgaben abends nochmal. Das ist ein echter Motivationsbooster!

Lerntipp Nr. 2:

Die Suche nach den Pointen: 900 Seiten muss niemand auswendig lernen. Recherchiere die wichtigsten Wissensbausteine (Vorlesungsverzeichnisse und Basis-Werke geben Aufschluss, ebenso wie Klaurentipps von Profs oder alte Klausuren). Lerne nicht blind auswendig, sondern versuche, die grundlegende Funktionsweise dieser „Headliners“ zu durchdringen. Merke dir jeweils ein, zwei Beispiele dazu. Anschließend filtere die groben Zusammenhänge heraus. Und dann: Mut zur Lücke! Diese füllst du dann mit deiner Fantasie und dem, was aus den Vorlesungen hängen geblieben ist.

Lerntipp Nr. 3:

Werde kreativ: Für Tipp 2 helfen dir Übersicht verschaffende Mindmaps mit Fußnoten, deren Inhalte auf weiteren Zetteln oder Karteikarten verteilt werden können. Auch kleine Cartoons prägen sich ein. Die acht Schritte der unsäglich langweiligen Umweltverträglichkeitsprüfung prägte ich mir z.B. dadurch ein, obwohl meine Zeichenkünste sich im unterirdischen Bereich bewegen. Je nach Typ helfen auch Märchen- oder Rap-Versionen.

Lerntipp Nr. 4:

Verzettele dich nicht! Verliere dich nicht in Details, aber lese auch nicht kopflos dein Skript rauf und runter, in der Hoffnung, dass was hängen bleibt. Ja, die Methode aus der Schule hilft: Lesen, abdecken, laut wiederholen, aufdecken und abgleichen. Es ist wie im Sport: Kleine Einheiten oft wiederholen mit Pausen zwischendurch. Aber nur die wichtigen Bausteine, siehe Tipp 1. Verschwende nicht zu viel Zeit in buntes Ausmalen, gerades Kopieren oder im endlosen Schreiben unrealistischer To-Do-Listen.

Last Minute LerntippsLerntipp Nr. 5:

Einzelkämpfer oder Herdentier? Lerngruppen sind prima, um Fragezeichen zu lösen und die Anspannung mit anderen zu teilen. Auch die festen Lerntermine und gegenseitig aufgetragene Aufgaben wirken Wunder bei Aufschieberitis-Patienten. Wenn aber Lerntreffen sich nicht mehr von Mädelsabenden oder Bierchenrunden unterscheiden lassen, zwinge dich sofort zur Einzelhaft und bombardiere stattdessen den Tutor oder Dozenten mit deinen Fragen.

 

Lerntipp Nr. 6:

Lass dich von anderen nicht verrückt machen: Die einen brauchen besonders viel Schlaf und Sport als Ausgleich, die anderen verpassen sich dauerhaft eine Überdosis an Koffein und erzielen mit Tunnelblick und Bulimie-Lernen die besten Ergebnisse. Ein Übermaß an Schoki? Völlig ok, eine chaotische Wohnung? Geschenkt. Lenke dich nicht ab mit anderen Sorgen wie Figurproblemen oder Frühjahrsputz – die lassen sich besser NACH der Prüfung regeln.

Lerntipp Nr. 7:

Kleinere Ablenkungen sind wichtig und nützlich, um den Kopf wieder aufnahmefähig zu machen. Der eine suchtet Serien, der andere den Sport. Das Zauberwort: in Maßen statt Massen. Schalte deinen Sleeptimer bei TV oder Laptop ein; besuche max. einen Sportkurs mit festgelegter Zeitdauer. Wenn dein Kopf blockiert, spiele mit deinem Haustier oder Neffen und drehe eine Runde um den Block. Banal aber effektiv.

Lerntipp Nr. 8:

Du hast einen Stapel an wissenschaftlichen Texten vor dir liegen, die du natürlich während des Semesters nicht gelesen hast und die Vorträge dazu waren grottig? Lies dir Abstract, Einleitung und Fazit durch, schreibe dir davon die wichtigsten Schlüsse und Namen heraus. Das reicht meist aus, um durchzukommen.

Lerntipps last minuteLerntipp Nr. 9:

Du musst eine Hausarbeit abgeben, hast bergeweise Literatur ausgeliehen und dennoch keinen Plan? Hole dir Hilfe: Freitagsgefühl Redaktion weiter: Mit einem persönlichen Coaching oder einem Korrektorat bzw. Lektorat. Einfach kapitelweise abgeben: So bleibt man am Ball und spart sich ein dickes Ende, wo für Korrekturen keine Zeit mehr bleibt. Tipp: Frühzeitig einen Termin reservieren im Copy-Shop deines Vertrauens.

Lerntipp Nr. 10:

Durchatmen nicht vergessen. Ein Ende ist immer in Sicht und diese paar Tage heißt es halt Zähne zusammenbeißen. Das haben vor dir schon viel größere Deppen geschafft. Egal, wie viel Zeit du bis jetzt vertrödelt hast: Mach dir keine Vorwürfe, sondern gib Gas! Dann kannst du mit gutem Gewissen an die Prüfung gehen, dass du alles gegeben hast, was du konntest (wenn auch erst in letzter Minute).

Mehr Infos zu Coaching, Korrektorat & Lektorat findest du hier:

einfach draufklicken und schon wird es lesbar 😉

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Wenn ich mal groß bin … werde ich Musikproduzent!

Es wieder so weit: Es ist an der Zeit, einen Alltagshelden sprechen zu lassen, davon, wie er es wagte, seinen Traum einfach umzusetzen. Die Geschichten dieser Blogserie sollen inspirieren und Mut machen, sein Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen, egal wie alt man ist.

Teil 3: Wenn ich mal groß bin, … werde ich Songwriter und Musikproduzent.

Wenn ich mal groß bin, werde ich MusikproduzentEinmal im Leben einen Song schreiben, der im Radio hoch und runter läuft. Einmal diesen Gänsehaut-Moment verspüren, wenn tausende Fans die eigenen Textzeilen live mitgrölen. Von diesem Gedanken träumen wir alle manchmal, und das nicht nur in Teenie-Zeiten. Aber dieser Traum scheint unerreichbar, da klingt selbst die Illusion vom Prinzessinnendasein realistischer. Und doch gibt es sie, diese berühmt-berüchtigten Songproduzenten.  Maximilian Hesselbarth ist einer von ihnen. Er arbeitet für Sony/ATV (der Verlag für das weltberühmte Label Sony Music) und ist bei dem jungen Berliner Label Diamond am Start. Mit „Herz über Kopf“ von JORIS gelang ihm der Durchbruch.
Max verrät exklusiv der Freitagsgefühl Redaktion, wie man es schaffen kann, zum „Hitschreiber“ zu werden.

Was Max als Kind werden wollte?
Wenn ich mal groß bin … werde ich Musiker. Bereits als Kind manifestierte sich bei mir dieser Wunsch. Dass ich irgendwann mal mein Geld damit verdienen würde, Popsongs zu schreiben und zu produzieren, hätte ich mir nicht träumen lassen. Ich schreibe für (und mit) verschiedenen Künstlern für ihre Projekte und habe mittlerweile auch etwas Eigenes am Start.

Wie kamst du zu deiner Idee, Songwriter und Musikproduzent zu werden?
Ich komme aus einer Musikerfamilie. Der Gedanke, etwas mit Musik zu machen, war also schon immer da. Ich habe über zehn Jahre eine Ausbildung zum klassischen Schlagwerker genossen. Das sind die Typen, die im Orchester Xylophon, Trommel, Pauken und Triangel spielen. Ich habe allerdings als Kind schon immer heimlich Radio gehört und die krassesten Popschnulzen abgefeiert. Nebenbei spielte ich auch immer richtiges Drumset, war aber nie wirklich in Bands aktiv.

Welche Umwege bist du dabei gegangen?
Irgendwann mit 18 merkte ich, dass die klassische Laufbahn nichts für mich ist und die Popmusik mich irgendwie mehr abgeholt hat. Ich begann mit einem guten Freund eigene Songs zu schreiben und zu produzieren.
Ein Studium für klassisches Schlagwerk kam demnach nicht mehr in Frage, also sah ich mich nach Alternativen um. Relativ schnell entdeckte ich die Popakademie Baden-Württemberg, welche die einzige ernstzunehmende Institution in Deutschland ist, wenn man wirklich in die Popwelt und ins Musikbusiness vorstoßen möchte. Nach dem Abi bewarb ich mich dort mit drei eigenen Songs für den Studiengang „Producing“, wurde zur Aufnahmeprüfung eingeladen und hatte wenig später die Zusage. Ich zog also nach Mannheim und studierte da vier wunderbare Jahre. Dort lernte ich auch Joris kennen, mit dem ich quasi pünktlich zum Ende des Studiums meinen Durchbruch feiern durfte. Unser Song „Herz über Kopf“, den wir zu dritt in meiner Studenten-WG schrieben, verkaufte sich in Deutschland über 400.000 Mal, das Album über 100.000 Mal. Unfassbar krass war das.

Was hättest du gerne vorher gewusst?
Eigentlich nichts. Ich nehme die Dinge, wie sie kommen. Ich bereue auch keine Sekunde meiner klassischen Ausbildung. Sie hat mich mit dahin gebracht, wo ich heute stehe und ich ernte immer noch ihre Früchte. Ich versuche, in allem etwas Gutes zu sehen, aus jedem Fehler lernt man. Ich bin dazu geneigt, nichts zu bereuen, das ist nicht produktiv und bringt dich nicht weiter.

Welche Zutaten braucht es für das Erfolgsrezept?
Ich glaube, im Musikbusiness braucht man vor allem Durchhaltevermögen. Es müssen viele Faktoren sein, die aufeinandertreffen. Du brauchst die richtigen Leute, den richtigen Ort, die richtige Zeit und eine Menge Glück. Wenn man gut ist in dem, was man macht und an sich glaubt, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich der Erfolg einstellt. Bei manchen eher, bei manchen später. Außerdem sollte man nie glauben, man wüsste bereits wie alles funktioniert. Immer für alles offen sein…

Wann stellt sich bei dir das Freitagsgefühl ein?
Release Days sind meine liebsten Tage. Das sind die Tage, an denen ein neuer Song oder ein neues Album herauskommt, an denen ich mitgewirkt habe. Da macht man sich auch schon mal vor um vier ein Bier auf.

Leckerbissen für die Ohren von Max findet ihr hier bei Spotify

Max‘ Gänsehaut-Moment nachempfinden könnt ihr hier bei Youtube

Mit Max musikalische Sessions rocken könnt ihr  hier im Jadeturm Tonstudio

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„Für Texte geb’ ich doch kein Geld aus?!“

Mehr Kunden, mehr Marketing, mehr Professionalität: Wie gelingt das mit wenig Zeitaufwand und geringem Budget?

Budget und Zeit sind knapp, da rutscht die Selbstvermarktung bisweilen an das untere Ende der Prioritätenliste. Dabei muss ein Chef gar nicht alles können. Texte aus professioneller Hand sparen Zeit und schonen Nerven; bringen dafür mehr Kunden und größere Reichweite, auch für schmale Budgets.

Texte als HandwerkTexte schreiben kann doch jeder?!?

„Suche dir doch endlich mal einen richtigen Job.“ – „Ich habe einen richtigen Job! Ich bin selbstständig.“ – „Ach, das bisschen Schreiben. Das kann doch jeder, davon können doch nur die großen Profis leben.“

… Ich BIN ein Profi! Einer mit Bachelor, Master, Volontariat, wissenschaftlicher Expertise und Referenzen. Bloß wozu diskutieren. Ein paar Texte für die Website, ein paar Posts auf Facebook, das bekommt doch angeblich jeder hin. Das Ergebnis ist deutlich: Langweilige Internetseiten und verödete Social-Media-Kanäle. Für einen Techniker wird bereitwillig Budget angezapft, doch für Texter? Worte zusammenfriemeln, pah, das ist angeblich ein netter Luxus, den sich viele kleinere Unternehmer nicht leisten wollen, trotz der leidlichen Dumpingpreise in der Texterbranche. Dabei ist digitales Texten anspruchsvoller denn je geworden in Zeiten von Suchmaschinenoptimierung und Unique-Content-Forderungen.

Und wer kann Texte schreiben, die man auch liest?

Wer etwas sucht, fragt Google. Oder Facebook, Pinterest & Co. Nutzerfreundliche Websites mit fluffigen Texten sind die Schaufenster von heute. Klarer Aufbau, wertvoller Mehrwert, ästhetische Bilder und sympathische Texte – alles insgesamt stimmig, seo-tauglich und passend zur Marke. Nur so wird ein Schuh draus, bzw. die Ladenklingel, die anzeigt, dass ein Kunde wirklich neugierig seinen Fuß hineinsetzt. Prinzipiell klingt das banal und simpel und es ist tatsächlich kein Hexenwerk (vorausgesetzt, man beherrscht es). Das gilt aber ebenso für das Programmieren, das man dann doch bereitwillig den Profis überlässt. Auch das Texten ist ein Handwerk, das wohl gelernt sein will. Und wie mächtig Social Media als Marketinginstrument geworden ist, wird wohl mittlerweile jedem Chef so langsam dämmern.

Professionelle Texter für mehr Wirtschaftlichkeit

Wer sich einmal selbst in die Spirale von Cross Media begeben hat, dem wird wohl noch immer schwindlig sein. Abgestimmter Content, Networking, Timing, Monitoring, Kommunikation. Hier lauern viele Zeitfresser und Stolperfallen. Wie leicht es doch wäre, all diesen Aufwand in erfahrene Hände zu geben. So könnte man sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren und dennoch bei Bedarf mit einem Klick auf mehrere hundert oder gar tausende potenzielle Kunden zurückgreifen. Und das auch noch zielgerichet. Viele Texter bieten sogar pauschale Flatrates für die Social-Media-Pflege an. Kleiner Aufwand für verhältnismäßig kleines Geld mit großen Effekten. So funktioniert wirtschaftliches Denken. Bäm.

Also bitte, liebe Entrepeneure, Dienstleister, Selbstständige, Unternehmer, Vereine und Start-upler: Denkt wirtschaftlich, spart eure Zeit und Nerven und freut euch über ein individuell für euch angepasstes Marketing, das ins kleinste Budget passt. Nehmt Texter und Online-Redakteure endlich ernst!

Mehr als selbst und ständig

Mit diesem Beitrag startet eine neue, unregelmäßig erscheinende Blogserie, die sich an alle Einzelkämpfer und Teamplayer unter euch richtet. An alle, die mit ihrer eigenen Geschäftsidee durchstarten oder frischen Wind in ihren Job bringen möchten. Tipp, Tricks und Triebfedern der Motivation werden künftig hier in der Reihe „mehr als selbst und ständig“ exklusiv für euch mundgerecht aufbereitet und häppchenweise serviert.

Die ersten drei Häppchen bekommt ihr heute, hier und jetzt:

  • Tipps für die Suche nach Textern
  • eine feine Auswahl an ausgezeichneten Textern für viele Nischen
  • aufschlussreiche, kurzweilige Links zum Thema

Um euch die Recherche zu ersparen, gibt es hier Tipps für die Suche nach dem geeigneten Texter:

  1. Eine langfriste Zusammenarbeit mit demselben Texter sichert gleichbleibende Qualität bei homogener, authentischer Schreibe. Es spart Einarbeitungskosten und erleichtert die Einführung effizienter Routinen.
  2. Große Texterpools sind nicht zwangsläufig besser, da diese gerne „günstig einkaufen“ und Agenturkosten decken müssen. Unabhängige Selbstständige haben sich ihre Referenzen hart erarbeitet und werden allein aus Eigeninteresse auf hochwertige Qualität achten.
  3. Wie immer gilt: Wer billig kauft, kauft zweimal. Die Preisspannen differieren ebenso stark wie die Qualität. Hier hilft ein Blick auf die Referenzen und Zusammenarbeit „auf Probe“. Viele Freischaffende bieten Flatrates und Pauschalpakete an. Nachfragen lohnt sich. Realistische Preiseinschätzungen bietet zum Beispiel der Artikel des Lettersblogs.
  4. Anbieter gibt es wie Sand am Meer, daher ist es sinnvoll, auf Empfehlungen und Spezialisten zurückzugreifen. Für jede Branche finden sich routinierte Schreiber. Eine exklusive Auswahl findet ihr hier!

Für alle Eiligen findet sich hier eine Auswahl an erfahrenen Nischen-Textern:

Wiebke Hebold ¦ Freitagsgefühl Redaktion
Spezialitäten:
Genussmittel, neue Energien, Stadtentwicklung, Tourismus, Bildung/Unterricht, Kinder/Jugendliche
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Lilli Koisser ¦ LILY Text & Content
Spezialitäten:
Shopping & Freizeit, Gesundheit & Fitness und Karriere & Marketing
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Juliane Tranacher ¦ Text – Lektorat – Content-Marketing
Spezialitäten:
New York, Finanzen, Immobilien
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Michael Weber ¦ Freier Journalist
Spezialitäten:
Immobilien, Telekommunikation, Politik
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Bianca Siller ¦ Text Feeling
Spezialitäten:
Grüne Themen (Naturkosmetik, Food, Kultur, Wohnen, Bauen und Einrichten), Kosmetik
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Dipl.Ges.Oec. Jennifer Steinort ¦ Gesundheit-Texte
Spezialitäten:
Gesundheit, Medizin, Familie
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Claudia Goepel ¦ Dienstwerk Textmanufaktur
Spezialitäten:
 Zahnmedizin, Zahntechnik, Prothetik
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Ines Hennenberg ¦ LAUT! Text & projekt
Spezialitäten:
Travel, Kultur, Lifestyle, Gesundheit, Soziales
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Marc Peschke ¦ Kunsthistoriker, Texter & Fotokünstler
Spezialitäten:
Kulturjournalist, Kunsthistoriker, Kurator, Buchautor und Texter über Themen wie Bildende Kunst, Reise, Fotografie, Film, Popmusik, Architektur, Design, Literatur und Kultur
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Sabine Claudia Dreßler ¦ Flow’n grow Marketing
Spezialitäten:
Storytelling, Marketing
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Thomas Süßner ¦ Woodstoneart
Spezialitäten:
Themen rund um Holz und Selbstversorgung, Bauanleitungen, Produkttests
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Bernhard Galler ¦ Musikjournalist
Spezialitäten:
Musik, Gitarren, Verstärker
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Britta Meyer ¦ abc-texte
Spezialitäten:
Heimwerken, Laminat, DIY, Bauanleitungen
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J. Florence Pompe ¦ Papillon-Texte
Spezialitäten:
Mode, Schmuck, Interieur, Design
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Für alle Wissbegierigen warten hier aufschlussreiche Lesetipps:

Lettersblog: Vorteile einer Nische

Frau Chefin: Der ewige Kampf ums Geld

Flow’n grow: 6 Gründe für einen Unternehmensblog

Texterverband: 28 Schritte bis zum fertigen Text

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Bahala na: Alles klar?!

BahalaKopflos rennen wir durch die Stadt, regen uns auf, wenn der Bus zwei Minuten zu spät kommt und lassen bei jeder kleinsten Unstimmigkeit unseren Blutdruck steigen. Frustriert sitzen wir dann abends zuhause und bedauern uns, weil das Leben an einem vorbeirauscht und nur Ärger hinterlässt. Hört man hingegen Spanien oder Italien, denkt man an chaotischen Verkehr, ungeordnete Verhältnisse – und an entspannte Menschen.

Wie kann das sein? Sind wir Deutschen gerade deshalb oft so unentspannt, weil vieles hier in so geordneten Bahnen verläuft? Wir wollen wahnsinnig effektiv sein, den Tag clever durchtakten und verbeißen uns so sehr in unser Ziel, dass wir vergessen, nach links und rechts zu sehen. Ein „Chill mal!“ können wir uns nicht leisten, wenn die nächste Konferenz ein Erfolg werden soll. Ein „So Gott will“ beruhigt uns nicht, wenn wir die nächste Prüfung versemmeln.

Zu gestresst für Freitagsgefühle?

Das mit dem Freitagsgefühl klingt ja ganz nett, aber viele können noch nicht einmal am Wochenende abschalten. Doch wenn es vielen so schwerfällt, dem Stress zeitweise zu entfliehen, dann holen wir die Entspannung eben zu uns! Zum Beispiel von den Filipinos. Auf den Philippinen wird schreiende Ungerechtigkeit greifbar. Dort dienen bunt gefärbte Küken als Spielzeug. Dort liegen Paradies und Elend nah beieinander. Die Filipinos würden da sicherlich ganz andere Perspektiven in unserem Leben entdecken als wir selbst. Wo wir nur einheitliche Küken sehen, malen sie diese bunt an.

Go with the flow

Gängiges Motto und Universalwaffe der Filipinos ist die Floskel „Bahala na“, was so viel bedeutet wie „Es kommt, wie es kommt“, ähnlich dem spanischen „Que sera sera“. Das soll nicht heißen, alles auf die leichte Schulter zu nehmen, es ist eher ein „go with the flow“. Wer auf den Philippen die Beherrschung im Verkehrschaos verliert, der gilt als „loco“ (verrückt). Wozu auch? Sich aufzuregen schadet ja doch mehr, als es nützt. Wer also eine Prüfung vor sich hat, sollte durchaus für einige Tage die Zähne zusammenbeißen und alles geben. Doch wenn sie geschrieben ist, ist es vorbei, man hat sein Bestes gegeben: Bahala na!

Wenn wir das nächste Mal also ungeduldig mit den Füßen scharren, weil etwas nicht funktioniert wie ein Schweizer Uhrwerk und wir dann den Frust an dem unbeteiligten Kollegen ablassen, dann träumen wir uns kurz auf die Philippen und erlächeln uns ein Bahala na.

 

Eine kurze Zusammenfassung des psychologischen Hintergrunds hat die Filipina Aleah auf Anything Psych zusammengestellt.

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Fliegt, Vorsätze, fliegt!

… Oder: wie Glücklichsein ohne Vorsätze gelingen kann

Raus mit der Sprache, wie viele deiner Vorsätze hast du bereits jetzt schon in den Wind geschossen? Nur weil wir eine fette Party gefeiert haben und nun eine neue Jahreszahl schreiben, ändert sich nicht  plötzlich unser Leben. Sportmuffel haben genauso wenig Lust auf Anstrengung wie je zuvor. Hektik und schlechte Laune lösen sich nicht in Luft auf wie Raketen. Nein, unser Leben ändert sich nicht von allein, aber vielleicht unsere Einstellung im Kopf? Neues Jahr, neues Glück, neue Motivation also?

Hallo neues Jahr, byebye Vorsätze

Nun ja, Silvester ist gerade mal seit zwei Wochen vergangen und doch schon längst wieder raus aus den Köpfen, die Motivation, alles neu anzugehen, scheint verpufft zu sein. Aber wieso soll denn auch alles plötzlich umgekrempelt werden, wo tagtäglich neue Imperative auf uns warten. Erfüllt man eines, ploppen fünf neue auf. Ist man einmal joggen gewesen, ändert das noch rein gar nichts. Und wer für Prüfungen büffelt, sollte nicht unbedingt jetzt mit dem Rauchen aufhören.

Bleigießen, 12 Weintrauben, rote Dessous, Raketenabschuss, rauschende Silvesterpartys. Alles dient zum Jahreswechsel dem einen Zweck: den Neuanfang zu feiern. Der Wunsch, zu dem zu werden, der man sein möchte. Dafür erlegen wir uns noch mehr Imperative auf. Schön sein, fit werden, freundlich zu allen Kunden, effektiver arbeiten, Gutes tun für Umwelt und Gesellschaft etc. All die Anforderungen können nicht einmalig erledigt und abgehakt werden, sondern fordern uns permanent heraus. Hilft uns das wirklich beim Glücklichsein?

Do happy things to become happy

Wie wäre es denn damit, einfach mal auszusteigen aus dem Wettbewerbskarussell um Perfektion? Einfach mal nicht nach mehr, mehr, mehr zu streben und es auch mal zu genießen, eben nicht so busy zu sein, nicht die „30 things to do before…“ erlebt zu haben und trotzdem zu wertschätzen, wer man ist, was man geschafft hat und wen man liebt. Es geht nicht darum, seinen Alltag umzuwerfen und die Flucht nach Bali zu ergreifen. Vielleicht hilft es bereits, sich selbst das Freitagsgefühl zu schenken, und zwar nicht nur freitags. Mehr auf seine Intuition vertrauen und spontanen Eingebungen zu folgen ohne alles zu zerdenken. Sich den sauteuren Chai Latte gönnen und die beste Freundin auf einen Spaziergang entführen trotz all der unerledigten ToDos. Oder auf der Gitarre herumklimpern ohne sich zu schämen, immer noch keinen Unterricht genommen zu haben.

Fliegt, Vorsätze, fliegt!

Die Freitagsgefühl Redaktion wünscht euch dieses Freitagsgefühl im Alltag, mal loslassen zu können und sich frei fühlen, sich Zeit zu nehmen für sich und andere ohne negative Hintergedanken. Dann kommt das Lächeln ganz von allein, dann braucht man vielleicht kein Rauchen mehr und keine langen Listen mit Vorsätzen. Diese eignet sich dann nur noch dazu, Papierflieger daraus zu basteln und ihnen fröhlich beim Fliegen zuzusehen. 😉

Sind wir nicht alle ein bisschen Leipzig? Oder: Wie schön, dass du da bist

Überall ein bisschen mitmischen, sich in und für die (Sozio-)Kultur einsetzen. Mit der Kunstszene anbandeln. Offen und tolerant sein. Sein Nerd-Wissen teilen und dadurch vermehren. Nicht viel zum Leben brauchen, aber es in vollen Zügen genießen. Sein versiertes Wissen den Mitmenschen schenken statt aufgeblasenem, wichtigtuerischem Business den Vorrang zu geben.

Leipzig, deine Künstler

Diese Beschreibungen mögen auf die Stadt Leipzig passen. Diese Stadt scheint der Inbegriff zu sein für Freiräume, Experimentiermöglichkeiten, Hipster, Pioniere, Lebenskünstler, Intellektuelle und Freidenker. Hier mögen Porschewagen produziert werden – ­ die Porschefahrer leben wohl eher woanders. Hier braucht es nicht viel für eine hohe Lebensqualität, hier ist das „Sein“ hipper als der materielle „Schein“. Wer mehr von Leipzig kennenlernen möchte, der braucht sich bloß mit den Bewohnern unterhalten. Fabian Williges ist so ein Beispiel. Auf ihn passen nahezu alle oben genannten Attribute. Er ist ein stadtbekannter Lebenskünstler und wirkte in ebenso stadtbekannten kulturellen Institutionen mit. So ist er heuer ehrenamtlich in leitender Position für das soziokulturelle Zentrum Die VILLA tätig und war bis 2005 in der Kulturfabrik Werk 2 aktiv. Er unterstützte angehende Musiker, Bands und Schreiberlinge in Workshops und vermittelt sein Wissen an künftige Programmier-Nerds; Kaufleute und in der Erwachsenenbildung. Er ist hochbegabt, kreativ, Dozent, Poet, Künstler, Autor und Sänger. Eben eine dieser Perlen Leipzigs, die so gut wie jeder über die ein oder andere Ecke kennt (noch so ein Phänomen Leipzigs).

Warum „Wenn du nicht da bist…“  kein Buch über den Abschied ist

Sein neuestes Projekt ist ein zauberhaftes kleines Büchlein, das spätestens zum Valentinstag in die Hände des Liebsten wandern sollte. „Wenn du nicht da bist…“ handelt nicht von Abschied, sondern um die Bereicherung der Verliebtheit, wenn „DIE EINE“ Person unverhofft ins Leben tritt. Bevor man jemanden kennt, fällt es nicht auf, wenn er fehlt. Ist man verliebt, wird das Fehlen des anderen plötzlich greifbar. Alles hat nun Mehrwert und verleiht bei dessen Anwesenheit dem Alltag eine winzige Prise Superheldentum. Es ist wie auf dem Titelbild, auf dem jemand fehlt. Wäre die Mauer weg, würde er weiterhin fehlen, ohne dass es aber sichtbar wäre. Man hat es sich als Single bequem gemacht in seinem Leben, bis plötzlich jemand hineinplatzt. Und dann kann man nicht mal mehr TV gucken, ohne dass der leere Platz neben einem auffiele.

Bei jedem Durchblättern lassen sich neue Metaphern und Doppeldeutigkeiten entdecken und jedes Mal aufs Neue zaubert es ein Lächeln ins Gesicht.

Es ist eines dieser unbeschwerten Bücher, die das Bedürfnis wecken, aufzustehen und spontan seine Zuneigung zu bekunden. Egal ob dem besten Freund oder der Angebeteten. Es ist gerade die Gratwanderung zwischen Schlichtheit, Naivität und Verspieltheit, die es vom Kitsch befreit. Die sehr persönlich wirkenden Seiten vermitteln das Gefühl: Das kann ich auch! Genau wie Leipzig, eine Stadt, in der jedes Start-up möglich scheint.

Lasst uns alle ein bisschen Leipzig sein

Das Buch „Wenn du nicht da bist…“ ist die perfekte Liebeserklärung für zwischendurch. Es ist wie ein unverhofft freier Nachmittag an einem sonnigen Montag. Druckfrisch liegt nun auch die englische Version „When you‘re not around…“ in den (digitalen) Buchhandlungen bereit.

Der Autor, Fabian Williges, veröffentlichte übrigens auch sehr kinderfreundliche und teils kunstvolle Erzählungen zu den Themen Taufe und Konfirmation; ein unterhaltsames Nonsense-Buch fehlt ebenso wenig in seinem Repertoire. Wer mehr über diesen spannenden Leipziger herausfinden möchte, der besuche doch einfach mal die Open-Stage-Veranstaltung der VILLA, die jeden Montag im VILLAkeller stattfindet.

Wieviel Leipzig steckt in dir? Könntest du dein vernünftiges Bürotierchen in dir ablegen, welchen Freiraum würdest du nutzen, welches Start-up gründen, dich welcher Kunst widmen?

Probiere es doch einfach aus, nur jetzt, dieses eine Wochenende lang 🙂

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Aus Mauersteinen Brücken bauen – 3 Tipps für das neue Jahr

Rückblicke waren schon immer langweilig. Doch dieses Jahr kriecht einem erst recht das Grauen über den Rücken. Die Welt hat sich verändert. Das tut sie immer. Aber dieses Mal haben wir uns blaue Flecken dabei geholt und sind irritiert, ja vielleicht sogar verstört. Klar will man informiert sein, aber all die blutgetränkten Nachrichten kann man beim Abendessen schon lange nicht mehr sehen.

In was für einer Welt leben wir eigentlich? Eine nervige Phrase und doch hat sie derzeit Hochkonjunktur. Können nicht wir die Augen vor der Realität nicht verschließen und trotzdem ab und zu in andere Welten flüchten? Wir nehmen Anteil am Weltgeschehen direkt vor der Haustür, wir versuchen offen zu bleiben und uns nicht zu fürchten. Zugleich dürfen wir aber auch mal abtauchen, in die heile Kulisse von Stars Hollow (natürlich Gilmore Girls), in die Märchenwelt von Aschenbrödel oder an die Ostsee, an der alles so leicht und befreit erscheint. „Mach dir deine Welt, wie sie dir gefällt!“ Als Kinder sind wir so unbeschwert durchs Leben gehüpft wie Pippi Langstrumpf.  Heute fühlen sich die meisten eher wie ein fremdgesteuerter Flummi. Darum schenkt die Freitagsgefühl Redaktion mit einem Augenzwinkern drei Ratschläge für das kommende Jahr.

  1. Nicht verzagen! → Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen. (chinesische Weisheit)

  2. Die kleinen Momente genießen! → Ein voller Terminkalender ist noch lange kein erfülltes Leben. (K.Tucholsky)

  3. Spontan sein! → Trudle durch die Welt. Sie ist so schön, gib dich ihr hin, und sie wird sich dir geben. (K. Tucholsky)

Turbulent und überraschend gestaltete sich 2016 für viele Menschen auf vielerlei Ebenen. Möge auch 2017 reich an Abenteuer und Abwechslung sein – diesmal aber bitte im besten Sinne. Lasst uns nicht verzagen angesichts der Wendungen in 2016, sondern mit Frohsinn, Mut, Toleranz, Zuversicht und Gelassenheit durch das neue Jahr tanzen.

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Freude hat, wer Freude macht

Nur noch einmal schlafen und dann ist es soweit: Dann bestaunen wir ehrfürchtig den prachtvoll geschmückten Weihnachtsbaum, naschen von der Etagere, und lassen uns von dem Familientrubel vereinnahmen. Oder wie läuft Weihnachten bei euch? Die einen warten auf den Weihnachtsmann, die anderen auf das Christkind. Während die einen durch die Winterlandschaft spazieren, freuen sich die anderen auf den Gottesdienst. Jede Familie hat ihre eigenen Traditionen, die geprägt sind von regionalen Bräuchen und internationalen Werbekampagnen.

Bei manchen mag die Weihnachtsstimmung noch nicht so recht eingesetzt haben, manche werden vielleicht sogar nervös sein im Hinblick auf das Zusammenprallen verschiedener Persönlichkeiten. Familienzwist, konträre Wertvorstellungen, Zukunftsängste und Streit um das Festessen wollen einfach nicht in dieses idyllische Weihnachtsbild passen – und gehören doch fest dazu. Sind wir mal ehrlich, Weihnachten wie auf Büllerbü, das erleben wohl nur die wenigsten unter uns. Doch brauchen wir das wirklich? Traditionen haben es heute schwer und so wird kein Heiligabend wie der andere, nicht zuletzt, weil auch unsere eigenen Wünsche sich ändern. Mal findet der Heiligabend im kleinen Kreis statt, mal im Familientrubel. Manche Familientraditionen werden wiederbelebt, andere abgewandelt. Aber (in Gedanken) bei der Familie sein, versuchen zur Ruhe zu kommen und die Vorfreude beim Geschenke einpacken, die bleibt.

Völlig egal, wann der Baum geschmückt und welche Köstlichkeiten aufgetischt werden – Weihnachten wird, was ihr daraus macht. Und ein bisschen Offenheit, Harmonie, Freude und Geborgenheit kann doch irgendwie jeder gut gebrauchen, heute wie vor zweitausend Jahren…

Die Freitagsgefühl Redaktion wünscht euch ein entspanntes, freudiges und besinnliches Weihnachtsfest!

Advent alternativ

Glühwein, Crêpe und Baumschmuck – Diese typischen Bestandteile eines Weihnachtsmarktes kennen wir alle. Doch wie wäre es mal mit feinen Unterschieden: Der Crêpe ist hundertprozentig bio, der Baumschmuck ist handgemacht und der Glühweinpfand kann gespendet werden. Wer keine Lust auf pauschale Massenbespaßung hat, sollte sich den Indie-Weihnachtsmarkt am Connewitzer Kreuz in Leipzig nicht entgehen lassen.

Jedes Jahr lockt „Weihnachten am Kreuz“ auf dem Gelände der Kulturfabrik Werk2 mit behaglicher Atmosphäre und kunterbuntem Rahmenprogramm.

Drei Hallen bieten hübsches Handgemachtes

Lichtinstallationen, Farbenmeere, witzige Details und kuriose Storys lauern an jeder Ecke und laden ein, einzutauchen und sich zu verlieren in all den potenziellen Lieblingsstücken und Geschenkideen.

Die Wände der ehemaligen Fabrikhallen sind gespickt mit Plakaten und bunten Graffitis. Künstler und Kreative präsentieren ihre kleinen Kunstwerke, wie Siebdruck-Kalender, Schmuckstücke und selbstgenähte Kleidung für Groß und ganz Klein. Holzspielzeuge stehen da, zwischen Töpferwaren und will-ich-haben-Taschen. Grafikdruckerzeugnisse jeder Art auf Pappe, Papier, Holz und Leinen lassen die Inspiration nur so sprudeln und all die Menschen um einen herum vergessen. Gemütliche Adventsstimmung kommt spätestens beim Lagerfeuer auf, das sich direkt hinter dem Schrott-Wichtel-Markt (eher eine skurrile Sammlung im Meister Eder Stil) versteckt. Die Erlöse von Knüppelbrot & Co. wandern direkt in den Kinder- und Jugendverein Halle 5.

Kulinarischer Roadtrip im Schnelldurchlauf

Die Fressmeile wirkt auf den ersten Blick wie ein nullachtfuffzehn-Markt: Menschengedränge, Bratwurstduft und Buden. Doch der Rundgang gleicht einem Roadtrip im Schnelldurchlauf. Deutsche Bratwurst neben kaukasischem Brot aus Georgien, Bio-Crêpe gegenüber von schwäbischen Maultaschen. Vom afrikanischen Stand wehen lateinamerikanische Klänge herüber und verdecken das laute Sprachengewirr an der türkischen Bude. Der Glühweinstand kontert mit krachendem Punkrock. Davon lassen sich die Feinschmecker der russischen Spezialitäten nicht beeindrucken. Langos, gebrannte Mandeln und Handbrot dürfen natürlich auch hier nicht fehlen. Doch hinter jedem Tresen wartet eine neue Gaumenfreude darauf, entdeckt zu werden. Und nirgendwo sonst ist so häufig „vegan“ zu lesen wie auf dem Werk2-Gelände in diesen Tagen.

Indie-Feeling meets Besinnlichkeit

Der Weihnachtsmarkt am Kreuz schmückt sich nicht nur damit, Platz 1 der alternativen Weihnachtsmärkte (laut check24) zu bestreiten. Nein, er ist tatsächlich der Inbegriff von „alternativ“. Er ist herrlich umkommerziell, weil Herzblut in den Waren steckt. Er ist authentisch, weil Connewitzer Klientel auf Connewitzer Händler trifft. Diese einmalig dichte Atmosphäre stellt sich spätestens nach dem ersten Rumpunsch ein (gibt’s beim Flammlachs). Dieser „Glögg“ allein ist der Besuch wert, meint die Freitagsgefühl Redaktion. „Die anderen Weihnachtsmärkte sind doch Beschmu, darum bin ich ja hier!“, meint ein betagter Besucher voller Überzeugung.

Na denn, lasst euch überraschen, probiert euch durch und lasst euch ein auf diesen wundervollen alternativen Weihnachtsmarkt.

Welche Weihnachtsmärkte sind eure liebsten? Was macht sie so besonders? Teilt eure Favoriten mit uns, sodass sich auch wir uns darüber freuen können.

 

„Weihnachten am Kreuz“ ist vom 10.-18.12.16 von 14-21 Uhr (am FR+SA länger) geöffnet. Alle Infos findet ihr HIER bei Facebook.

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Gesucht: Ort zum Arbeiten mit Koffeinzufuhr. Gefunden: neuen Lieblingsort mit Wohnzimmerflair

„… Und irgendwann eröffne ich ein kleines Café. Eines mit weißen Stühlen, die nicht zusammenpassen und unglaublich teuren Ferraris unter den Kaffeemaschinen. Hochwertige Kaffeesorten beziehe ich aus lokalen Röstereien, die auf einen fairen und nachhaltigen Anbau achten. Ab und zu spielen abends unbekannte, aber hippe Indie-Bands im Laden. Meine Kunden sind keine schnöden Krawattenträger, die es immer furchtbar eilig haben. Sondern Menschen mit spannenden Geschichten aus der ganzen Welt, sodass ein bunter Sprachenmix das Café durchzieht. Autoren, Genießer und Studenten verbringen hier ihre Vormittage bei Kaffee und selbstgemachten veganen Brownies. Ich lasse mir ungewöhnliche Kreationen einfallen und kredenze Kaffeevarianten „todo del mundo“ (aus der ganzen Welt); von Cortado über Espresso und Filterkaffee bis hin zum Mokka ist alles dabei. Meine Gäste sind nicht bloß Kunden, sondern sie werden zu Freunden. Man kommt ins Gespräch, man entwickelt gemeinsam neue Visionen. Den Raum und die passende Atmosphäre dafür stelle ich mit meinem kleinen Café.“

coffeebarKlingt wie ein altbekannter, kitschiger Traum? Oh, er ist zur Realität geworden (wenn auch nicht von mir), und zwar in der Uptown Coffee Bar mitten in der Leipziger Südvorstadt, etwas versteckt in der Riemannstr. 44; eben ein echter Geheimtipp.

Ein idealer Ort der Entschleunigung und Inspiration

Die Uptown Coffee Bar ist eine Oase des Wohlfühlens, der Geselligkeit – und allem voran des richtig guten Kaffees. Ein Stammkunde verriet der Freitagsgefühl Redaktion: „Die angenehme Atmosphäre würde nichts nützen, wenn der Kaffee nicht gut wäre. Aber der Kaffee ist gut, richtig gut. Er schmeckt einfach. Es ist nicht alles zu perfekt, ein bisschen so, als könnte man selbst auch sowas machen.“

Gregory, der Inhaber, ein waschechter „Chef zum Anfassen“, stammt ursprünglich aus Peru und ist gelernter Programmierer. Er kam als selbst Gast auf der Suche nach neuen Ideen und hat nun, seit mittlerweile einem Jahr, seine Berufung im Café gefunden. Er liebt es, mit seinen Kunden zu kommunizieren, trinkt am liebsten kräftigen Espresso Doppio und ist Anhänger der „Slow“-Bewegung. Denn Kaffee war stets ein wertvolles Genussmittel, das auch heute noch in einem langwierigen, mehrmonatigen Prozess hergestellt wird. Die schnelle Industrie missachtet all die damit verbundenen Mühen. Höchste Zeit für mehr Wertschätzung! Und die schmeckt man. Gregory nimmt sich viel Zeit für sorgfältige Zubereitung und entwirft wundervolle Schaumbilder. Der Favorit der Redaktion? Unbedingt den australischen white flat probieren. Was das ist? Findet es doch einfach heraus! Besucht das kleine Café mit Wohnzimmerflair und tankt eure Reserven an Freitagsgefühlen dort wieder auf.

Plant ihr gerade ein Event und sucht dafür einen Service für leckere Cocktails und/oder guten Kaffee? Oder ihr habt Lust auf ein privates Dinner? Dann meldet euch in der Uptown Coffee Bar und setzt eure Ideen gemeinsam um.

Und für alle Nachteulen: Dieses Wochenende wird der Laden abends in einen kleinen, szenetypischen Club verwandelt. Also, kommt vorbei, wir sehen uns!

Alle Infos wie Öffnungszeiten findet ihr HIER bei Facebbook oder HIER auf der Website.

Willkommen in deinem neuen Zuhause am Meer

Fühlst du die rauen Sandkörner zwischen deinen Zehen? Schmeckst du die salzige Meeresluft und spürst die kühle Gischt? Hörst du das Pfeifen des Windes in den Felsspalten? Riechst du den Duft der Sonnencreme auf deiner Haut? Wahrscheinlich hockst du eher in deinem Büro, frustriert von der ständigen Dunkelheit draußen und den eiskalten Füßen von dem nasskalten Schmuddelwetter. Du quälst dich mit langweiligen Exceltabellen anstatt deine nackten Füße in den Sand zu bohren. Du steckst in der Rushhour fest anstatt auf dem Board deine erste Welle zu stehen. Du igelst dich durch die Kanäle zappend auf dem Sofa ein anstatt in der Hängematte chillend dem Palmenwedeln zuzusehen. Fragt sich nur, warum?

Pack deine Flipflops ein, buche dir einen Flug und düse einfach los in eine Woche absoluten Freitagsgefühls. Einige Tage mal abschalten von all dem Erwartungsdruck, den überfüllten Terminplänen und dem Winterblues. Eintauchen in ein uriges Fischerdörfchen fernab von Massentourismus und Großstadthektik. Hier braucht es nicht viel, um glücklich zu sein. Hier musst du nichts leisten, nichts beweisen. Sondern einfach nur du selbst sein. Du kannst dich mal so richtig auf dem Board in den Wellen auspowern – und danach in der Hängematte relaxen. Du kannst auf dem Longboard dem Sonnenuntergang entgegen cruisen – oder dich auf die Spuren wilder Aloe Vera und süßer Atlashörnchen begeben. Wo du all das findest? In der sympathischsten Surfschule auf der wohl windigsten und vielleicht auch rauesten aller Kanarischen Inseln: Fuerteventura.

Du lechzt nach einer sonnigen Auszeit? Dann hat die Freitagsgefühl Redaktion den ultimativen Tipp für den nächsten Surftrip für dich: FreshSurf in El Cotillo im Nordwesten Fuerteventuras.

freshsurf

FreshSurf ist mehr als eine Surfschule bzw. ein Camp. Dort kannst du spontan viele Aktivitäten ausprobieren oder auch einfach nur entspannen. Neben Surfen noch Yoga oder Longboard lernen? Kein Problem. Auf dem Trockenen deine Surfskills verbessern? Klar, mit DrySurf! Auch Reitausflüge, Taucherlebnisse und viele andere Wünsche organisieren dir die sympathischen Mädels des FreshSurf-Teams vor Ort; so bekommst du eben genau den Urlaub, den du dir wünschst und kein vorgefertigtes Paket.

Da es Surfschulen wie Sand am Meer gibt, fragte die Freitagsgefühl Redaktion Claudia (Teil der FreshSurf-Crew), was an Freshsurf so einzigartig ist: „Wir sind kein Partycamp, sondern ein Ort, an dem man aktiv zur Ruhe kommen, aus dem Alltagsstress entfliehen und das Leben entschleunigen kann. „Tranquilidad“, wie es hier so schön heißt. Die Gäste sind im Schnitt 25+ und meist deutschsprachig, somit geht alles etwas gemächlicher zu ohne langweilig zu werden. Denn gesellig wird es dank Zusammenwohnen in Surfhouse und Surf-WG immer. Das gemeinsame Surfen verbindet, sodass unsere Gäste auch außerhalb der Kurse gemeinsam Zeit oft viel Zeit verbringen. Und spätestens bei dem hausgemachten Essen unserer italienischen Surfhouse-Mama Babsi finden sich alle abends bei uns zusammen.“

Was ist anders bei FreshSurf? „Dass wir alle blond sind. Scherz beiseite: Außerhalb der Surfkurse die vertraute und persönliche Betreuung, die unsere Gäste immer wieder zu ihrem Zuhause am Meer zurückkehren lässt. Die Professionalität. Die Möglichkeit, den Urlaub absolut individuell zu gestalten, durch einen bunten Mix von Aktivitäten, die wir auch spontan vor Ort jederzeit noch organisieren. In den Surfkursen die Betreuung der Surfschüler in einer Ratio von 1:5 (normal in anderen Surfschulen ist 1:8) durch lizensierte Surflehrer. Außerdem machen unsere Surfcoaches jeden Tag Fotos bei den Surfkursen, die unsere Gäste danach in unserem Blog anschauen können. Zweimal die Woche begleitet sie auch noch ein professioneller Surffotograf. Die Fotos gibt’s umsonst zum Download, damit jeder seine Urlaubserinnerung auch daheim hat.“

Das sehen die Gäste ähnlich. So meint Andreas: „Jeder Surf-Instruktor war auf seine individuelle Art sehr perfekt: sie waren begeisternd, lustig, solide, genau, mitreißend, motivierend, ermutigend, engagiert, und routiniert. Ich hatte nie das Gefühl einer aus einer langen Reihe von stetig neuen Schülern zu sein. … und zum Office: Lebendige Kommunikation, sehr offen und flexibel. Nie eine Nummer, sondern immer der Andreas.“

Und diese Herzlichkeit ist es, gemeinsam mit der phänomenalen Landschaft, dass dieser Ort sich wirklich wie ein Zuhause am Meer anfühlt. Eines, zu dem man immer wieder zurückkehren möchte.

Die besten Impressionen schaffen bewegte Bilder. Also einfach anklicken und in die Sonne entführen lassen… Hier geht’s zum Video!

Süchtig nach mehr Meer?: Hier, bitteschön: www.freshsurf.de

Wartest du noch … oder besinnst du dich schon?

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(c) Robert Neumann

Keine Eissterne am Fenster, keine Schneeengel im Garten, kein Duft frisch gebackener Bratäpfel im Haus. Statt heimeliger Dörfer in besinnlichen Adventsgeschichten nur Großstadthektik, müffeliges Shopping-Gedränge und verstopfte Straßen. Zum klebrigen Glühwein bei lauwarmen Nieselregen gesellt sich auf dem Weihnachtsmarkt das mulmige Gefühl der Furcht vor Anschlägen und Handtaschenklau.

Ja, Weihnachten ist immer um die gleiche Zeit und ja, die Supermärkte erinnern einen bereits seit den letzten Sommertagen daran. Und trotzdem mag sich das freudige, kribbelnde Vorweihnachtsgefühl aus Kindertagen nicht so recht einstellen, sondern eher ein „Huch, schon wieder 1. Advent?“ Die Medien überrollen uns mit beschaulichen Weihnachtsvisionen, schüren Begehrlichkeiten, predigen Familienharmonie und Geschenkesegen. Das erzeugt einen Erwartungsdruck, der nicht zu erfüllen ist; das beginnt bei dem Wunsch nach weißer Schneepracht und endet in einer sinnlosen Konsumschlacht. Doch wieso den Stresspegel unnötig hochfahren? Advent bedeutet warten, sich vorzubereiten, und nicht, medial inszenierten Erwartungen nach zu hetzen. Ursprünglich, also im 4. Jahrhundert, verbrachten die Christen die Adventszeit mit Warten, Fasten und einer Fülle an guten Taten. Es wäre einen Versuch wert, dies neu zu interpretieren. Zum Beispiel mal Smartphone und Flimmerkiste ausschalten und stattdessen in einem Seniorenheim vorlesen. Oder sich bewusst rausnehmen aus der alltäglichen Bürolästerei und dem bedenkenlosen Konsumrausch. Dafür die Lebkuchenherzen mit den anderen Wartenden an der Haltestelle teilen. Nicht an Kassenschlangen warten, sondern zuhause darauf, dass der Tee durchzieht. Vielleicht brennt dabei die Kerze mit Bratapfelduft, vielleicht setzt sich unerwartet die erste Schneeflocke am Fensterrahmen nieder. Vielleicht wälzen sich Kinder vorm Fenster kichernd im Laub, fast als würden sie Schneeengel formen…

Die Freitagsgefühl Redaktion wünscht euch eine wundervolle Adventszeit, mit weniger Maßlosigkeit und mehr Ruhemomenten, mit weniger enttäuschenden Illusionen und mehr ernstgemeinter Herzlichkeit.

 

Mach’s! Aber mach’s ohne…

einfach_unverpacktVor zwei Tagen erst den Müll runter geschleppt und schon wieder voll? Anstatt uns über das Wochenende zu freuen, streiten wir uns, wer den Müll rausbringen muss und wer sich in die langen Supermarktschlangen einreihen muss. Doch halt, „müssen“ tun wir das eigentlich nicht, denn nun hat die Freitagsgefühl Redaktion in der Leipziger Südvorstadt eine echte Alternative aufgestöbert: In der Kochstraße 6 (nahe Südplatz) präsentieren Christin und Pierre seit März mit dem Einfach Unverpackt Laden ein Konzept, das Kiezpflege, bequemes Einkaufen, grünes Gewissen und Umweltschutz vereint. Das Prinzip ist unkompliziert: Ein erstaunlich breites Sortiment an Waren täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Getränke und Reiniger werden hier wie im guten alten Tante-Emma-Laden angeboten, nur eben unverpackt. Deshalb muss niemand all seine Tupperware von Mutti zusammensuchen, denn vor Ort gibt es vielerlei Behältnisse und Messhilfen. Die Einhaltung der strengen Hygienevorschriften sind für den gelernten Koch und Inhaber Pierre eine selbstverständliche Herzensangelegenheit, die ohnehin sogar stärker kontrolliert werden als in üblichen Märkten.

Einfach Unverpackt ist kein normaler Bioladen. Die Waren stammen überwiegend aus regionalem Anbau, vor allem Sachsen, Erfurt und Hamburg. Wo es nicht möglich ist, sollte es zumindest bio und fair trade sein. So gibt es viele Erzeugnisse, wo bio drin ist, aber nicht draufsteht, da sich die Erzeuger die Zertifizierung nicht leisten können. „Es ist wichtiger zu wissen, wo und wie die Lebensmittel produziert werden. Die meisten Händler kenne ich persönlich,“, erklärt Pierre. So teilt der Eier-Lieferant die Bruderhahn-Initiative und verpflichtet sich, keine männlichen Küken zu schreddern. Der Kaffee stammt aus einer Leipziger Rösterei, die eine transparente Kooperative in Nicaragua betreibt. Die Seifen werden in einer kleinen Manufaktur in Chemnitz hergestellt und auch die Getränke bezieht der Laden aus der Region, zum Beispiel Säfte aus Geithain und Limo aus dem Getränkekombinat Leipzig.

Die regionalen Betriebe zu stärken, unnötige Verpackungen zu vermeiden und hohe Qualität zu erhalten ist ja schön und gut, aber sicherlich auch ziemlich teuer? Überraschenderweise nicht; die Preise liegen deutlich unter vielen Markenprodukten und Bioläden. Zudem zahlt man nur für die Menge, die man tatsächlich benötigt und ärgert sich nicht über vergammelte Reste. Einfach Unverpackt soll für alle erschwinglich bleiben. Pure Öko-Elite? Fehlanzeige. Schulkinder ergattern hier ihre Naschereien, Omis holen den Imkerhonig und Familienväter den schnellen Apfel für zwischendurch. Der ein oder andere verkaterte Student steht auch mal direkt mit seiner Müslischale in der Tür. Statt nerviger Warteschlangen gibt es hier persönliche Beratung, Rezeptinspirationen und wertvolle Insidertipps zum Viertel. Nur Tofu, die fehlt noch im Sortiment, da sie bislang weder regional noch uneingeschweißt zu beziehen ist. „Aber auch daran arbeiten wir!“, versprechen die Macher von Einfach Unverpackt.

Keine sich auftürmenden Müllerberge und nur das kaufen, was man wirklich verbraucht. Das gibt es jetzt ohne Mehraufwand, dafür mit Mehrwert – probieren wir es doch einfach mal aus! Machen wir’s, aber ohne Plastik. 😉

PS: Ähnliche Geschäfte bestehen auch in anderen Großstädten, mehr zu Unverpackt in Leipzig findet sich unter: www.einfach-unverpackt.de

Triumph! Die neue Freitagsgefühl-Website ist da!

freitagsblogTriumph! – Wie, erst „Trump“ gelesen? Kein Wunder, so wie derzeit mit dem aufgedunsenen Gesicht, Weltuntergangsszenarien und Horrorgeschichten medial auf uns eingeprügelt wird. Wie trefflich bietet sich da der kommende Buß- und Bettag an, um für eine heile Welt zu beten. Es geht aber auch anders: Die Welt hat mehr zu bieten als elende Nachrichtenbilder und zermürbende Pseudodiskussionen. Dies ist kein Aufruf, sich dem aktuellen Politikgeschehen zu verschließen. Dies ist ein Aufruf, die schönen Dinge im Leben nicht zu vergessen! Oft sind es die kleinen Dinge, die glücklich machen. Ein Frühstück im Bett, während draußen die ersten Schneeflocken rieseln. Ein guter Rotwein, geteilt mit Freunden, die man seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat. Ein schiefes Männeken aus Herbstlaub, das die Kleinen einem stolz gebastelt haben. Die Idee für ein umwerfendes Weihnachtsgeschenk, die einem ausnahmsweise nicht erst kurz vor knapp einfällt.

Die Freitagsgefühl Redaktion möchte dir ein Stückchen von diesem wohligen Gefühl schenken, diesen Minuten, in denen man nicht von Elend, Furcht und Wut machtlos niedergestreckt wird, sondern Minuten, in denen man ganz unbedarft, unbeschwert vergnüglich ist, ganz ohne Rechtfertigung und schlechtes Gewissen. In der heutigen Zeit brauchen wir diese Minuten umso dringender. Darum erscheint die Website der Freitagsgefühl Redaktion nun in einem neuen Design. Beim Durchstöbern des Freitagsblogs findet sich vielleicht die ein oder andere Inspiration oder einfach nur ein kleines Lächeln. Bei den Leistungen taucht die ein oder andere Sorge auf, derer sich die Freitagsgefühl Redaktion annehmen kann. Oder kommen direkt Ideen für eine mögliche Erweiterung des eigenen Netzwerkes auf? Die Redaktion gibt ihr Bestes für dein Freitagsgefühl. Sie freut sich über deinen Besuch! Neugierig geworden? Einfach draufklicken und gute Laune abholen: www.freitagsgefuehl-redaktion.de

Du hast Fragen und Anregungen? Immer her damit. Dir gefällt, was du siehst? Dann gerne *thumbs up* 😉

Wenn ich mal groß bin … wandere ich aus und erlebe Abenteuer!

Australien
Es wieder soweit: Es ist an der Zeit, einen Alltagshelden sprechen zu lassen, davon, wie er es wagte, seinen Traum einfach umzusetzen. Die Geschichten dieser Blogserie sollen inspirieren und Mut machen, sein Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen, egal wie alt man ist.

Teil 2: Wenn ich mal groß bin, … möchte ich auch noch viele weitere kleine und große Abenteuer erleben!

Job kündigen, Wohnung auflösen und bei herbstlichem Schmuddelwetter losfliegen ans andere Ende der Welt, hinein in den australischen Sommer. Wie oft träumen wir davon! Vielleicht gönnen wir uns mal einen Urlaub – aber einfach dortbleiben? Christine und Stephan tauschen ihr Zuhause ein gegen einen Camper, um für mindestens ein Jahr durch die Lande zu reisen und zu arbeiten. Lest selbst, wie sie es geschafft haben, ihren Traum zu verwirklichen:

Wie kamt ihr zu eurer Idee, auszuwandern?
Australien war schon mein Traumreiseland, als ich ein kleines Mädchen war, obwohl ich damals außer dem Uluru und dem Opernhaus in Sydney kein genaues Bild vor Augen hatte. Die Reisepläne kamen dann und wann mal wieder hoch; wurden aber immer auf „später“ verschoben. Den Traum umgesetzt habe ich das erste Mal 2013 mit einem Work-and-Holiday-Visum – entscheidend hierfür war die gemeinsame Reiselust mit meinem Freund und der Wunsch, mehr von der Welt zu sehen und dem Alltag zu entfliehen, bevor man so richtig „erwachsen“ wird. Und nun – 3 Jahre später – hat es uns wieder gepackt und wir verbringen zusammen ein weiteres Jahr in Australien!

Welche Umwege seid ihr gegangen?
Dafür haben wir neben unserer Wohnung auch unsere Jobs gekündigt, um uns so vollkommen auf das Abenteuer einlassen zu können; objektiv nicht der vernünftigste Weg, aber eine Herzensangelegenheit von uns beiden. Besonders schwer ist mir dabei jedoch die Verabschiedung von Familie und Freunden gefallen!

Was hättet ihr gerne vorher gewusst?
Geahnt habe ich es: Wenn dich einmal die Reiselust gepackt hat und du weißt, wie schön es in der weiten Welt ist, fällt es umso schwerer, wieder in seinen (deutschen) Alltag zu finden.

Welche Zutaten braucht es für das Erfolgsrezept?
Ich kann allen nur raten und wünschen, auch ihre Reisewünsche umzusetzen – und gerade in jungen Jahren ist es einfacher, als man denkt (nicht zuletzt durch die vielen Work & Travel-Angebote rund um den Globus). Man braucht nur ein bisschen Abenteuerlust, Offenheit und den Mut, seine gewohnte Komfortzone zu verlassen (dann klappt es auch mit dem wildcampen im Outback).

Wann stellt sich bei dir das Freitagsgefühl ein?
Freitagsgefühle? Dafür braucht es nicht unbedingt den Wochentag – diese können auch an jedem anderen Tag eintreten, wenn ich beispielsweise einen schönen Abend zusammen mit Freunden und einem Glas Sekt verbringe 😉

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Not a love song, maybe

WohlfühltechnikStets habe ich dich verteidigt und dir die Treue gehalten, wenn andere mich wegen dir ausgelacht haben. Egal wie oft ich dich hab fallen lassen, du hast es mir nie übelgenommen und weitergemacht wie immer. Du warst mein treuester Begleiter, bist überall mit dabei gewesen. Hast mir so oft in bangen Stunden beigestanden, mich bestens amüsiert und mir immer den richtigen Weg gezeigt. Doch nun wirst du alt und deine Power reicht nicht mehr aus für meine Ansprüche. Ich habe ein schärferes Teil gefunden, stärker, schneller, smarter. Dennoch werde ich dich nie vergessen: Du hast perfekt zu mir gepasst und warst mein allererstes. Doch nun ist es Zeit für einen Neuanfang: Tschüssi Blackberry! 🙁

Ein Abschiedsbrief für ein Mobiltelefon ist doch peinlich, könnte man denken. Aber mal ehrlich, wer von uns trauert nicht heimlich dem ein oder anderem Gegenstand hinterher, der einen jahrelang begleitet und zahlreiche Erinnerungen mit einem geteilt hat. Ein altes Erbstück, der Familienesstisch, der Verlobungsring, das selbst zusammengeschraubte Moped. Jeder siebte Deutsche verpasst sogar seinem Auto einem Spitznamen. Wir leben in einer Welt voller Plastikgehäuse und intelligenten Maschinen – eine kalte Konsumwelt. Was ist also daran verwerflich, seinem Umfeld ein wenig Emotionen zu verleihen, den Wert zu respektieren und sorgsam damit umzugehen.  So werden allein für ein Smartphone seltene Rohstoffe wie Tantal aus Coltan-Erzen benötigt, die mühsam unter widrigen, lebensgefährlichen Umständen erbeutet werden. Auch Palmöl und Aluminium sind integrale Bestandteile unseres Alltags und zerstören dabei so viele Lebensräume und Lebenswelten. Grund genug, unseren liebsten Gegenständen mehr Sorgfalt entgegenzubringen – und ihnen ein möglichst langes Leben zu ermöglichen. Dann kann man guten Gewissens auch mal was Neues wagen…

Gold für alle!

Goldener_OktoberMatschig-braun und diesig-grau ergeben einen goldenen Oktober? Jawoll! Und wie herrlich er leuchten kann. Die perfekte Zeit, um die goldenen Momente der Gilmore Girls bei einem gemütlichen Staffelmarathon mitzuerleben, in sehnsüchtiger Vorfreude auf das Revival ab 25.11. bei Netflix. Die perfekte Zeit, um die überfüllten Hörsäle der Uni zu erstürmen, dem goldigen Schwarm heimlich die Nummer zuzustecken und sich dabei wie in einem Teenie-Film zu fühlen. Die perfekte Zeit, um mit einem duftenden Kaffee in der Lieblingsbuchhandlung die überraschende Regenhusche abzuwarten. Und im unwahrscheinlichen Fall goldener Sonnenstrahlen heißt es: Ab aufs Wasser! Einfach ein Kanu mieten und die Stille genießen. Keine nervigen Touristen, dafür fantasievolle Wolkengebilde auf der glitzernden Wasseroberfläche und munteres Vogelgezwitscher in den bunt leuchtenden Bäumen.

Die Freitagsgefühl Redaktion wünscht euch einen goldig-goldenen Oktober – ab mit euch nach draußen und goldene Momente tanken!

Wenn ich mal groß bin, … reise ich für Geld durch Europa!

busreise-teil1Als Kinder bauen wir glanzvolle Traumschlösser, voller Überzeugung und Tatenkraft. Als Erwachsene bleibt dafür dann meist nur noch ein müdes Lächeln übrig, trunken vor Melancholie und Sehnsucht. Manch einer fragt sich im Stillen, wo er denn eigentlich die Abzweigung zu seinem großen Traum verpasst hat. Doch manche haben es tatsächlich gewagt und haben ihren großen Traum Wirklichkeit werden lassen. Genau solche Alltagshelden möchte die Freitagsgefühl Redaktion ab heute in unregelmäßigen Abständen sprechen lassen. Deren Geschichten sollen inspirieren und Mut machen, sein Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen, egal wie alt man ist.

Teil 1: Wenn ich mal groß bin, … reise ich für Geld durch Europa!

Hilmar hat es geschafft: Er reist durch Europa und verdient damit auch noch Geld! Hohe Gipfel, kulturelle Highlights, romantische Alleen, pulsierende Städte, all dies gehört nun zu seinem Alltag, wenn er Reisende in seinem Highclass-5-Sterne-Reisebus quer durch Europa befördert. In 1 Antwort auf 5 Fragen verrät Hilmar der Freitagsgefühl Redaktion, wie man seinen Traum verwirklichen kann:

Woher kommen Träume? Aus dem Traumland natürlich. Und dann sind sie einfach mal so da. Fertig. So ist das. Schade, dass für die meisten das Traumland so weit weg ist. Ich habe es besucht als kleiner Junge und mich dort am Steuer eines großen Reisebusses gesehen, der durch viele Länder fährt, bis nach Spanien.

Der Traum ward vergessen und die Wirklichkeit hat etwas ganz, ganz anderes mit mir gemacht. Studium, Beruf, Selbständigkeit, Rechtsanwalt!!! Wie toll das klingt. War es aber nicht, für mich jedenfalls. Und dann ist irgendwann und irgendwie der Traum aus Kindheitstagen wieder da. Erst ganz leise und später immer lauter. Und heute bin ich das, wovon ich als Kind geträumt habe. Und glücklicher als ich es je war. Weil ich tue, was mir – und anderen! – Freude macht.

Nichts hätte ich gern vorher gewusst. Wer seinen Traum verwirklichen möchte, muss auch den Mut haben, zu springen, rein ins kalte Wasser. Wobei es sicher günstig ist, vorher das Schwimmen zu lernen. Auch wenn das Wasser, in das man springen muss, mitunter ziemlich kalt sein kann. Macht aber nichts, denn einen Traum zu leben, lohnt immer und hilft gegen jede Kälte. Ich habe es keine Minute bereut, gesprungen zu sein.

Meist steht der Wegweiser für unser Leben schon in ganz jungen Jahren vor uns. Doch wer kennt sich da schon selbst. Da sind Irrtümer einfach natürlich. Aber es ist nie zu spät, nochmal die Richtung zu wechseln. Und allen, für die Arbeit und Beruf nicht nur Mittel zum Gelderwerb sind, empfehle ich wärmstens: Hört auf eure innere Stimme und vielleicht ist ja auch bei euch ein früher Traum einfach nur in Vergessenheit geraten…

Freitagsgefühle gibt’s bei mir selten am Freitag. Dafür aber am Ende jeder schönen Reise, wenn sich die Dankbarkeit meiner Gäste mit der eigenen Zufriedenheit, Gutes geleistet zu haben, verbindet.

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Gute Laune to go

Der Wecker schrillt, draußen ist es dunkel, du quälst dich hoch, die lästigen Meetings des Tages bereits im Kopf. Die Milch flockt im Kaffee, der Müll quillt über und beim Radeln zur Arbeit ruinieren die matschigen Wege deine Arbeitskleidung. Der Tag zieht sich wie Kaugummi und deine Stimmung ist wie der regenverhangene Himmel draußen. Da ist nix mit happy Freitagsgefühl, glaubst du?!

Oh, oh, dann wird es höchste Zeit für ein paar Tipps für gute Laune im Handumdrehen!

Schenke dem nächsten Menschen, der dir begegnet, ein breites Lächeln und halte es mindestens fünf Sekunden an. Bringe deiner Liebsten duftende Blümchen mit, einfach, weil du sie liebst. Tausche die stickige Kantine in einen bunten Herbstspaziergang ein und gönne dir dafür (gemeinsam mit lieben Kollegen) einen heißen Kaffeekakao mit süßen Streuseln. Lade deine Freunde ein und mixt Sommersmoothies, experimentiert mit Kürbisgerichten und köpft dazu eine Flasche teuren Weines. Dreh deine Lieblingsmusik laut auf und stelle etwas Albernes an, was dich an deine Kindheit erinnert. Zum Beispiel Luftballons platzen lassen (Bürovariante: Luftpolsterfolien eindrücken), Kastanienmännchen bauen oder Schleckmuscheln naschen (ja die gibt es tatsächlich noch). Küsse deinen Liebsten dreimal so lang wie sonst. Ändere dein Weckerpiepton zu Vogelgezwitscher und packe deine Saunatasche schon mal für Montagabend. Freue dich, denn heute ist Freitag, das Wochenende wartet auf dich – ohne Wecker, Meetings und Pflichten.

Relaunch: Leben 2.0

stadtpflanze„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Dieser kitschige Postkartenspruch versucht das Ungesagte zu beschwichtigen. All die Ungewissheiten, die auf einen zukommen werden. Die Furcht davor, das Vertraute loszulassen. Die Wehmut des Abschieds. Die Schwierigkeit, sich zu gedulden, wenn nicht alles gleich sofort funktioniert. Die Strapazen, irgendwo ganz neu zu beginnen und sich selbst neu zu finden. Der Herbst ist die Zeit des Neuanfangs. Neuer Job, neues Semester, neue Ausbildung, neue Wohnung, neue Herausforderungen. Für tausende Abiturienten beginnt nun mit dem Studium tatsächlich das Leben 2.0 – Fiktionen aus Hollywood-Movies, Träume und Realitäten prallen aufeinander. Man kann sich nicht entscheiden, ob man furchtbar erwachsen oder total überdreht sein möchte und muss dann in einigen Wochen ernüchtert feststellen, dass Hausarbeiten schreiben nur in Filmen ultra lässig ist. Aber keine Panik, Starthilfe bei Recherche, Gliederung und Formulierung leistet gerne die Freitagsgefühl Redaktion. Einfach ansprechen und den Kommilitonen weitersagen! 😉

Sogar unsere Nation hat sich vor wenigen Jahrzehnten neu zusammengefunden und sozusagen „gerelauncht“.  Es dauert bis heute an und ist mühsam. Doch jeder Anfang bietet die Chance, sich neu zu erfinden, mit einer leeren Seite zu beginnen und sie in bunten Farben zu füllen. lasst uns also auf all die neuen Begegnungen, Erfahrungen, Hoffnungen, Träume und Erlebnisse in diesem Herbst freuen und daran wachsen!

Blas mir den Herbstblues, Baby!

herbstbluesWir haben Spinnennetze im Gesicht, räumen die BBQ-Utensilien beiseite und ertappen uns bei dem Gedanken, ab wann denn die Glühwein-Saison wohl eröffnet sein wird. Nichts ist mehr mit lauen Nächten und Baden im See. Pünktlich zur Tag-und-Nacht-Gleiche (Überraschung, an diesem Tag dauern Tag und Nacht gleich lange an) stellt sich der Herbst ein, und das nicht nur kalendarisch. Nun wird es wieder windig, kühl, nass, grau, langweilig. Doch halt! Hebt euch den Herbstblues für den November auf. Denn in den nächsten Wochen rieselt es leuchtend bunte Blätter, durch die es sich herrlich mit Gummistiefeln hüpfen lässt. Endlich schlägt uns klare Luft statt stickiger Großstadtschwüle entgegen. Wir können die Kuschelsocken herausholen und uns mit warmen Kakao ohne schlechtes Gewissen auf das Sofa fläzen und all die Dinge nachholen, die den Sommer über warten mussten. Ein Wohlfühlbuch lesen zum Beispiel, oder die Urlaubsfotos sortieren. Und wenn wir ehrlich sind, arbeitet es sich doch so viel leichter, wenn draußen der Regen gegen die Scheiben prasselt und wir uns sicher sein können, rein gar nichts zu verpassen.

Lasst uns die Gute-Laune-Musik voll aufdrehen und in den Herbst tanzen, solange er noch golden ist. Spätestens im März dürfen wir uns dann wieder auf die Tag-und-Nacht-Gleiche freuen, wenn der Frühling beginnt…

Treibsand – treiben lassen oder getrieben sein?

wuestenblume

Treibsand. Genau so fühlt sich das Leben manchmal an. Man strampelt und strampelt und sieht doch keinen Ausweg. Man erledigt fleißig To-Do‘s und mit jedem Häkchen kommen fünf neue Punkte hinzu. Man rennt wie verrückt im Hamsterrad, nur um auf der Stelle zu bleiben. Wie komme ich bloß voran? Wann stellt sich endlich die Zufriedenheit ein, etwas geschafft zu haben? Manche haben das Glück, pünktlich zum Feierabend hinter der Bürotür all den Arbeitsstress abzulegen. Doch viele schleppen all ihre Sorgen mit sich herum, lösen noch in ihren Träumen knifflige Aufgaben, nehmen sich fiese Kunden-Mails zu Herzen, fürchten sich vor der nächsten Umsatzkurve. Treibsand verschluckt alles. Geplagt von den ständigen beruflichen Herausforderungen ziehen viele ihr privates Leben gleich mit in den Abgrund. Doch wie gelingt es, all den Ballast im Treibsand zu belassen und unbeschwert hinaus zu hüpfen?

Man kann sein Leben umkrempeln und sich einen neuen Lebensentwurf basteln, man kann Ablenkung suchen in Ausmalbüchern, Yoga, Sport oder Partys. Man kann sich in Adrenalinrausch begeben oder Prioritäten neu gewichten. Sich vor Augen halten, was eigentlich wirklich wichtig ist für einen persönlich. Den nassen Sand unter den Füßen spüren zum Beispiel. Oder den Liebsten ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Wieso sich die gute Laune kaputt machen von unwichtigen Mails von frustrierten Menschen? Es wird Zeit, mal loszulassen und an sich zu denken, und aus dem Sand fantasievolle Burgen zu bauen statt darin zu versinken. Und da sich die lästigen Sorgen nicht in Luft auflösen, vielleicht einfach mal delegieren? Um die textlichen und konzeptionellen Belange zum Beispiel kümmert sich gerne die Freitagsgefühl Redaktion. Einfach ansprechen!

Ei herz KarLi

karli-bebenWie viel wird doch gerade omnipräsent debattiert, getwittert, und philosophiert über unsere Wertegemeinschaft und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Die einen diskutieren das Dabeisein vs. Abgehängtsein, die anderen den Nationalitätenstempel im Pass, wieder andere beschimpfen eine ganze Generation als verantwortungslose, interessenleere, beziehungsunfähige Egoisten. Da wird es Zeit, einmal auf die Straße zu gehen! Allerdings nicht zum Pöbeln, sondern zum Feiern, ganz in Manier der Spanier: „en la calle“. Im Süden findet das Leben nämlich draußen statt, da ergibt sich die Gemeinschaft von ganz allein. Jung, alt, reich, arm, desillusioniert, hoffnungsfroh – Sie alle treffen in den kleinen, überfüllten Bars und auf den Plazas zusammen, trinken gemeinsam und sprechen miteinander.

Das geht auch in Leipzig! Am besten zum legendären Karlibeben an diesem Samstag (10.09.16), ein Straßenfest von allen für alle. Die ca. 2,3 km lange Karl-Liebknecht-Straße beherbergt knapp 250 Dienstleister und 165 Einzelhandelsgeschäfte. Sie ist die Hauptschlagader und das Herz ist der Südplatz. Hier, auf der „KarLi“, treffen traditionsreiches Handwerk und trendige Shops, hippe Läden, kultige Bars, urige Kneipen und versteckte Biergärten aufeinander. Hier begegnen sich Individualisten, Hipster, Öko-Eltern, Touristen, Yuppies, Alteingesessene, Bauarbeiter, Flaneure. Alle kommen zusammen, um am Glücksrad zu drehen, Schätze auf dem Flohmarkt zu erbeuten, Zaubershows zu bestaunen, Craftbeer und Streetfood zu genießen und sich von den unzähligen Live-Bands berauschen zu lassen. Sei dabei! Lege die motzigen Medien beiseite und (er-)lebe einfach die Gemeinschaft. Nimm deine schüchterne Nachbarin mit, spreche den netten Typen neben dir an, frage nach den Erinnerungen (an die frühere Südvorstadt) der alten Dame dir gegenüber. Zeige, dass du dich begeistern kannst anstatt dich nur über die Gesellschaft aufzuregen. Also, wir sehen uns, KarLi-Liebe für alle 🙂

karli

Adieu Aufschieberitis

5tageOch, nur mal fix Facebook checken…, eine Runde snoozen…, ein kurzes Schwätzchen halten… Ups, plötzlich ist der Tag verstrichen ohne wirklich produktiv gewesen zu sein. Das kommt dir bekannt vor? Spätestens jetzt, nach dem meteorologischen Herbstanfang, ist die große Sommerpause vorbei und der triste Arbeitsalltag schleicht sich unausweichlich ein. Da wird aus dem schnellen Kaffee leicht ein ausgewachsener Kaffeeklatsch. Kommunikation auf dem Flur fördert die Kreativität. Schon klar. Nur leider, Muße gäbe es nicht ohne den Gegenpart, die Arbeit. Und die besteht eher selten aus beflügelnden Gesprächen mit Kollegen und Kommilitonen beim Feierabendbierchen. Der Faulpelztag ist vorüber und nun heißt es, runter vom Sofa und loslegen! Wann? Nein, nicht morgen, sondern am besten jetzt. Oder am 06.09., denn da ist Anti-Prokrastinations-Tag.

„Prokastinieren“ – das Fremdwort ist selbst (oder gerade) dem größten Lernmuffel bekannt. Doch ständiges Aufschieben kann Ängste und Stress auslösen und vermiest jedes Freitagsgefühl. Wieso nicht die Arbeit mit dem Angenehmen verbinden? Bei Routine-Stuff die Lieblingsplatte nebenher laut aufdrehen; das Fleißigsein belohnen, sei es ein Karamell-Macchiato oder ein Schoki-Obst-Spieß; sich eine tolle Software leisten; machbare kleinteilige Arbeitspakete schnüren und sich über das rasche Abhaken auf der To-Do-Liste freuen. Und wenn mal gar nichts geht? Statt Frust und schlechtes Gewissen drehe lieber eine Runde im Park und halte dir vor Augen, wofür sich die Mühe lohnt. Gönne dir den Luxus, einfach mal offline zu gehen und widme dich zumindest 30 Minuten diesem einen Arbeitsschritt, dann beruhigt sich meist der Schweinehund. Was kannst du gut und was macht dir Freude an deiner Arbeit? Dann tue es! Jeden Tag ein bisschen.

Fünf Arbeitstage überstanden zu haben, ist toll. Das Freitagsgefühl, tatsächlich etwas geschafft zu haben und befreit ins Wochenende zu starten, ist unglaublich toll! In diesem Sinne: Genug prokrastiniert und Ärmel hochgekrempelt!

Sommersonnenfreitagsfeeling (unterm Birnenbaum)

birnenbaumDie heiße Sommersonne feiert am Wochenende ihren Showdown, bevor sie uns demnächst für ein halbes Jahr im Stich lassen wird. Grund genug, das letzte richtige Sommerfeeling gebührend zu feiern und die lang gehegten Träume vom perfekten Sommer umzusetzen, die das Kopfkino einem präsentiert. Nachts nackt baden am See? Sich auf Festivals mit Glitzer bewerfen? Spontaner Road Trip mit der besten Freundin? Barfuß durch den warmen Sommerregen rennen?

Im Winter malen wir uns in leuchtenden Farben einen fantastischen Sommer mit unvergesslichen, coolen Aktionen aus. Und schwupps, plötzlich ist der Sommer wieder vorbei, noch bevor die Bikinifigur hallo sagen kann. Doch dieses Jahr wird legendär! Denn ein aufregendes Wochenende wartet auf uns, wenn wir die Chance ergreifen. Lasst uns durch Kornfelder irren, Äpfel direkt vom Baum stibizen, Kirschenpärchen an die Ohren hängen wie in Kindertagen. Auf dass wir uns verlaufen mitten im Nirgendwo, geheimnisvolle Ruinen erkunden und in den eiskalten Waldbach springen. Lassen wir uns treiben, immer der Sonne nach. Für einen glücklichen Sommer braucht es nicht viel, nur Kleingeld für ein großes Eis 😎

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Wünsch dir was!

sterne-guckenNach den Sternen zu greifen ist ganz leicht. Dank der Perseiden beglücken uns im August zahlreiche Sternschnuppen. Und als Trost für alle, die den Höhepunkt letzte Woche verschlafen haben: Dieses Jahr ist dank Jupiter die Sternschnuppenrate besonders hoch und sie sind noch bis ungefähr Mittwoch zu sehen. Doch was wünschen wir uns wirklich? Wären wir damit dann tatsächlich glücklicher? Reicht es zum Glücksgefühl manchmal nicht einfach aus, die Freunde einzupacken (und Bierchen) und sich aufzumachen zum Strand? Lagerfeuer, Sonnenuntergang, Sterne gucken… und nachts vielleicht der (heimlichen) Liebe tief in die Augen 😉

Wünschen, Träumen, Sternschnuppenregen, das klingt ziemlich pathetisch und Herzkino-mäßig. Dass es auch ganz anders geht, zeigt „Bella Vita“. Der legendäre Surfer Jason Baffa drehte auf 35 mm eine Hommage an Italien, an die Familie und Freunde, an das Wellenreiten. Mit atemberaubenden Bildern und mitreißender Musik fühlt man sich plötzlich weit weg. Man begreift, dass „höher, weiter, schneller“ nicht immer das „schöne Leben“ ausmachen. Ganz ohne Romantik (und ohne Sternschnuppen) lässt der Film einen wünschen und träumen, vom „bella vita“ eben. Für alle, die die ausverkaufte Premiere verpasst haben (oder keine Lust auf verregnetes Open-Air-Kino hatten): eine Chance gibt es noch, denn am 25.08. wird der Film in der Kinobar Prager Frühling 21 Uhr gezeigt. Hingehen, berauschen lassen, träumen…

Die Freitagsgefühl Redaktion wüscht allen ein beglückendes Freitagsgefühl und viel Freude auf der Suche nach la bella vita 😉

Eile mit Weile oder: Feiern wir den inneren Schweinehund!

schweinehund-faulenztMal ehrlich, wer von euch hat am Mittwoch das Faultier heraushängen lassen? Wer hielt ein Mittagsschläfchen, schwänzte den Yogakurs aus Bequemlichkeit und ließ sich im Café die Sonne ins Gesicht scheinen? Wer schleckte sein Eis auf der Sachsenbrücke und sah verträumt dem bunten Treiben zu? Oder wer likte nur fix ein Faultier-Video zwischen zwei Meetings anlässlich des internationalen Faulpelztages?

Die Welt ist irre schnell geworden, alles ist durch getaktet, selbst der Müßiggang hat Zeiten einzuhalten. Relaxen auf Knopfdruck als ein weiterer Stressfaktor. Wir pushen den Erwartungsdruck selbst so hoch, dass sogar die Pause zu einem To-Do-Punkt wird. Doch wieso fällt das Nichtstun vielen so schwer? Man muss keine Hängematte kaufen, auch keine Atemtechnik lernen oder Seminare besuchen. Manchmal reicht es aus, den geplanten Haushaltsputz einfach zu verschieben, stattdessen die Füße hochzulegen und bei Schoki noch eine Folge der Lieblingsserie zu gucken, und noch eine, und noch eine… Hauptsache ist, dabei kein schlechtes Gewissen zu haben. Einfach so mal alles sein lassen, worauf man keine Lust hat. Ein Hund käme ja auch nicht auf den Gedanken, ständig durchzumachen…

In diesem Sinne, schenkt eurem inneren Schweinehund Freilauf, ganz ohne Bedenken! Gönnt euch das Freitagsgefühl auch zwischendurch und jederzeit, wenn euch danach ist und nicht, wenn der Terminplaner es vorschreibt.

Frei fühlen on the road

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„Heute nicht wissen, wo es am nächsten Tag hingeht. Sich treiben lassen können und auf das eigene Gefühl hören … Sehnsucht nach Freiheit, Abenteuer und dem einfachen Leben… All das lässt sich mit einem Campingbus verwirklichen.“ Das dachte sich Dirk und handelte prompt, damit arme Träumer wie du und ich sich auch mal den ganz großen Traum vom Road Trip leisten können – zumindest leihweise. Dirk kaufte sich nicht nur seinen ersten Bus „Paul Camper“, sondern schuf 2013 auch die erste Plattform für privates Camper-Sharing in Deutschland.

Das Start-up hat sich vom allerersten Pionier zum Marktführer gemausert, und verfolgt statt nacktem Business eine einzigartige Philosophie. PaulCamper, das ist keine bloße Vermietung, vielmehr eine große familiäre Community. Es steht für Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Respekt und Dynamik; alles ist sicher, persönlich und unkompliziert gestaltet. Hier werden keine Maschinen, sondern individuelle Charaktere vermietet, ganz ohne versteckte Klauseln und Zusatzkosten.
Und dies ist spürbar. Da wird selbst ein Ostsee-Wochenende zum einmalig berauschenden Road Trip, wie es beispielsweise  Konrad beschreibt (siehe unten). Ideal für alle frischgebackenen Eltern, outdoorfreudige Naturliebhaber, romantisch Verliebte, abenteuerlustige Entdecker, reisehungrige Europa-Fans, Jack-Kerouac-Leser und allerbeste Freunde.
Wer endgültig dem Reisefieber verfallen ist, für den lohnt sich die Investition und Bastelei, wenn er sein „Baby“ dann wiederum bei PaulCamper anderen Gleichgesinnten zur Verfügung stellt. Eine sympathische und hilfsbereite Community gibt es gratis oben drauf (siehe Vermietertreffen-PaulCamper).

Neugierig geworden? Dann wünscht die Freitagsgefühl Redaktion viel Spaß beim Stöbern, Träumen, Reisen unter: www.paulcamper.com

Und hier ein paar O-Töne von zwei Campingbus-Neulingen:

Konrad (Kurztrip an die Ostsee): „So ein Roadtrip war für uns eine neue und ganz besondere Art Urlaub zu machen, denn wir hatten keine genauen Plan: Jeden Tag einen anderen Schlafplatz, keine feste Reiseroute… Also freuten wir uns auf Freiheit, Flexibilität und Abenteuer. Begleitet von Musik, wolkenfreiem Himmel und Sonnenschein fuhren wir die ersten Kilometer in Richtung Norden und teilten mit vielen anderen T3-Fahrern und -Fans die Straßen. Lichthupe, winkende Hände und freundliche Besitzer (oder Mieter wie wir) schlossen uns schnell in die T3 Familie ein.“

Christian (10 Wochen Elternzeit auf der Iberischen Halbinsel): „Ein großer Reiz war es für uns, auf einsamen Landstraßen … zu cruisen, vollkommen abseits ausgetretener Touristenpfade… So waren es doch die “Zufallsfunde” am Wegesrand, die uns im Gedächtnis blieben: kleine Dörfer, einsame Stauseen, idyllische Strände oder majestätische Burgen und Berggipfel… Mit Verlauf unserer Reise übernachteten wir zunehmend “wild” an Stränden, neben Kirchen, in oder neben kleinen Häfen, an Flüssen und Seen…“

Vielen Dank für die Bilder an Konrad Stöhr Fotografie.

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Ein Urlaubstag zum Nachmachen

urlaubstagÄgypten und Tunesien sind raus, nun auch die Türkei. Und selbst bei den direkten Nachbarn wie Frankreich und Belgien bleibt ein mulmiges Gefühl. Was also tun, wenn einen die Urlaubslust packt und die Last Minute Angebote nach Spanien restlos vergriffen sind? Die Freitagsgefühl Redaktion hätte da einen Vorschlag für einen unkomplizierten Urlaubstag zum Low-Budget-Tarif. Und zwar, wer hätte das gedacht, tadaaa: in Leipzig!

Der perfekte Urlaubstag beginnt mondän in einem Hotel (man gönnt sich ja sonst nichts), sei es mit phänomenalem Blick aus dem 96 m hohen The Westin Hotel oder in dem stylishen Motel One mitten in der City (ein frischbezogenes Bett im aufgeräumten, mit Blümchen dekorierten Zuhause tut es notfalls auch). Nachdem man sich aus den Kissen gewühlt hat, geht es für einen ausgiebigen Brunch wahlweise in die Gottschedstraße oder auf die Karli (vor allem sonntags findet sich kaum eine Location ohne Brunchangebot). Lecker Frühstücken und dabei Leute gucken lässt es sich jederzeit besonders gut im Café Puschkin und im Spizz.

Frisch gestärkt kann nun eine Wassertour in Angriff genommen werden. Wem das Schippern der MS Weltfrieden den Karl-Heine-Kanal entlang einen Tick zu entspannt ist, der stürzt sich mit Kanu oder Kajak die Weiße Elster hinunter, bis zum Cospudener See. Achtung vor dem Eisvogel! Wem es gelingt, ihn zu fotografieren, der kann seine Urlaubskasse anfüttern. Für die anderen bleibt nur, absurde Wartezeiten am Floßgraben auf sich zu nehmen, oder man steigt lieber gleich auf das Fahrrad um.

Am Pier 1 am Hafen des Cossi angekommen, werden bei Hot Dog, Latte Macchiato und Blick auf die vertäuten Segelboote die Energiereserven wieder aufgeladen. Die Sportjunkies machen sich auf zum Markkleeberger See zum Wildwasserrafting, in den Hochseilgarten oder zum Windsurfen. Die Romantiker lassen sich hingegen lieber mit dem Tretboot auf den See hinaustreiben und genießen die rosarote Abendsonne…

Zurück in der Stadt fläzt man sich gemütlich in den Liegestuhl und lässt sich berauschen vom Open-Air-Sommerkino, sei es nun an der Rennbahn Scheibenholz oder auf dem Feinkost-Gelände. Ausklingen lässt sich die laue Sommernacht perfekt bei einem kühlen Gebräu im Herzen der Südvorstadt, in einem der diversen Freisitze entlang der quirlig bunten Karli (Karl-Liebknecht-Straße).

Na, wenn an so einem Tag mal kein Freitagsgefühl aufkommt… 😉

Wie wird Malle wieder cool?

wie-wird-malle-wieder-coolEs ist soweit! Stürmt die Buchhandlungen! Das erste von der Freitagsgefühl Redaktion lektorierte Fachbuch ist nun veröffentlicht und käuflich geworden.

Du steckst im Sommerloch und hast noch keinen Plan, wo es dich dieses Jahr in den Sommerurlaub zieht? Nun gibt es die ideale Lösung. Eine Sommerlektüre, die deinen Wissensdurst sättigt und hungrig macht auf Meer.

„Wie wird Malle wieder cool?“ verspricht eine neue Perspektive auf die vermeintliche Partyinsel und liefert nebenbei spannende Eindrücke in die neuere Wissenschaft der Tourismusgeographie.

Die Geographin und Autorin Wiebke Hebold beschäftigte sich damit, inwiefern Nachhaltigkeit das Potenzial zur Weiterentwicklung massentouristisch geprägter Orte für postmoderne Touristen bieten kann. Es soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Räume nicht einfach verbraucht und weggeworfen können, wenn sie plötzlich nicht mehr dem neuesten Trend entsprechen. Stattdessen wird am Beispiel Mallorcas untersucht, ob Tourismusorte Nachhaltigkeit als Potenzial nutzen könnten, um vom verbilligten Wegwerfprodukt zur haltbaren Recyclingware zu werden.

Und wo bekommst du nun die heiße Ware? Überall unter der Angabe der ISBN: 978-3-86541-868-5 oder unter

www.lehmanns.de/shop/reisen/35344916-9783865418685-wie-wird-malle-wieder-cool oder auf Anfrage bei der Freitagsgefühl Redaktion.

Mit Gemüse auf Abenteuerreise

gemueseinselÖko * nachhaltig * regional produziert * vegan * kinderfreundlich. In Leipzig haben diese Begriffe Hochkonjunktur. Sie stehen für eine neue Generation, in der Elternzeit für Papas, Baby-Yoga und Bio-Eis wie selbstverständlich dazu gehören. Doch was tun, wenn für die lieben Kleinen Gemüse einfach nur „bäh“ ist?

Hier bieten Ferdinand und Christin Weigel Abhilfe: Sie haben ein 100 % grünes Buch geschaffen, das die Kleinen niedlich finden und die Großen großartig. In dem Kinderbuch „Die Gemüseinsel“ begeben sich die liebenswerten Tiere Pfeffer, Yolande und Klecks auf eine kulinarische Reise mit köstlichen Abenteuern – und regen nebenbei dazu an, sich über „normale“ Essgewohnheiten und Vegetarismus auszutauschen. Die zuckersüßen Zeichnungen laden ein zum Entdecken und Staunen. Doch nicht nur das. Das Bilderbuch an sich ist ein 100% grünes Projekt, denn es wurde mit Wasserkraft, Ökofarben und recycelter Pappe in Sachsen hergestellt. Ein echtes „handgemachtes“ Produkt eben. Heute, an diesem Freitag, feiert es seine Veröffentlichung.

Wer also eine neue Beschäftigung mit gutem Gewissen sucht, dem sei „Die Gemüseinsel“ wärmstens ans Herz gelegt. Denn die großen Ferien können ganz schon laaang sein, vor allem, wenn so gar kein sommerliches Wetter draußen herrscht und die erste Langeweile aufkommt.

Die Freitagsgefühl Redaktion empfiehlt diese frische Lektüre allen Kindern und Kindgebliebenen, allen Hipstern und Fastfood-Junkies, allen Hypezig-Fans und Sachsenbrücken-Chillern 😉

Einfach www.diegemueseinsel.de oder www.facebook.com/diegemueseinsel anklicken und los geht’s.

Sommermärchen verschenkt … Leipzig freut sich trotzdem!

freutag

Das Sommermärchen hat Deutschland großzügigerweise an die Gastgeber der EM verschenkt. Das brauchen wir auch gar nicht, haben wir doch genug andere Sommerfreuden in Leipzig:

Sommersonne, Sommerferien, Sommerparty, Sommerkino, Sommersprossen, Sommerkonzert, Sommerurlaub, Sommerabend, Sommertheater, Sommer-Open-Air, Sommerrodelbahn, Sommerkleidchen… Egal, ob Plantschen am Cossi, Action im Kanupark, Chill-out in der Hacienda, Flunky Ball im Clara-Park, (veganes) Würstchengrillen beim Nachbarn oder Durchtanzen lauer Sommernächte … Hier der ultimative Sommertipp der Freitagsgefühl Redaktion: Zelebriert den 70. Geburtstag des Bikinis, freut euch, genießt euer Wochenende und beginnt gleich sofort damit, denn Freitag ist Freutag 🙂

Natürlicher Glücklichmacher

orientierungslaeufer„Orientierung“ – für manche eine schwierige Angelegenheit. Wenn es dann noch in Verbindung mit dem Wort „Lauf“ steht, hört man aus vieler Munde: „Nein Danke, das ist mir zu anstrengend“.

Anstrengend vielleicht, allerdings überrascht so ein „Orientierungslauf“ (OL) mit all seinen Facetten und mutiert zu einem regelrechten „Glücklichmacher“. Denn es geht bei Weitem nicht nur ums Gewinnen…

Zwar muss man sich mit Karte und Kompass durch unwegsames Gelände, Sträucher und Wälder schlagen und das Ganze noch gegen Konkurrenten auf Zeit, aber jeder Lauf bietet verschiedene Routen, die sich die Teilnehmer selbst aussuchen dürfen. So hat auch ein langsamer Läufer eine Chance, mit der geschicktesten Route als Erster den Zieleinlauf zu meistern. Wichtig ist, die auf den Strecken verteilten Posten abzulaufen und die dort gestellten Aufgaben möglichst fehlerfrei zu lösen. Übrigens: Schummeln geht nicht – jeder Teilnehmer bekommt einen elektronischen Chip, der Route, Zeit und Posten aufzeichnet 😉 .

Für Orientierungslaufprofis gehört es schon fast zum Ritual, einen Wettkampf richtig vorzubereiten, die Schuhe zu verschnüren, Schienbeinschoner anzulegen und Karte und Kompass einzupacken. Meist werden am Wochenende provisorische Zeltlager errichtet. Und dieses „Drumherum“, der Austausch mit Kollegen wie Kontrahenten, das macht den OL genauso aus wie die Möglichkeit, sich in der scheinbar unberührten Natur mal so richtig auszupowern und stolz zu sein über jeden gefundenen Posten.

„Jede Strecke ist einmalig und jeder Wald bietet eine neue Herausforderung“, so schwärmt ein langjähriger Läufer. Er schätzt am OL, was nur Wenige genießen können: Das „Hier und Jetzt“. Fernab von Netflix, Home-Office und stressigem Straßenverkehr einfach abschalten und sich voll auf die unmittelbare Umgebung einlassen.

Na, juckt es in den Gliedern, dieses Bedürfnis, sich an der frischen Luft zu verausgaben und sich auf seine persönliche Schnitzeljagd zu begeben? Dann nichts wie los!

(Wer Gleichgesinnte sucht, wird fündig unter: www.orientierungslauf.de)

Lets go sup’en!

stand-up-paddle

Hä? Suppe? Bei der brutzelnden Sonne? Nein, dafür ein ultimativer Frische-Tipp um sich quietschvergnügt ins Wochenende oder in die Ferien zu stürzen und die längsten Tage im Jahr zu feiern. Wann, wenn nicht heute bietet die Freitagsgefühl Redaktion den ultimativen Tipp zur Einstimmung auf das Freitagsgefühl.

Ein Board unter den Füßen, ein Paddel in der Hand und los geht es mit SUP = Stand Up Paddling. Ambitionierte machen ein Ganzkörper-Workout daraus, Kindgebliebene springen vom Deck zwischendurch in die kühlen Fluten und gestresste Workaholics befreien sich von ihren Gedankenmonstern und lauschen dem leisen Klacken der Wellen gegen die Nose (Boardspitze). Es ist kinderleicht und erfordert keinerlei Vorkenntnisse. Einfach rauf auf das Brett und so tun, als gehöre der See nur einem allein, während sich am Strand die Menschenmassen wie Sardinen aneinanderreihen.

Die größte Auswahl an Boards für Einsteiger und Profis in der ganzen Leipziger Neuseenlandschaft bietet All-On-Sea, direkt neben dem Kanupark am Markkleeberger See. Allein die Location mit Liegestühlen und Hängematte liefert entspanntes Urlaubsfeeling für zwischendurch.  Franzi von der All-On-Sea-Crew hat ein offenes Ohr für Extrawünsche und Ronny spendiert eine Runde der ultra neuen Frauenpaddel.

Freitagsgefühl, das ist dieses erhabene Gefühl an einem sonnigen Freitagnachmittag: Loslassen können, die alltäglichen Sorgen der Arbeit vergessen und unbeschwert die Seele baumeln zu lassen. Das kann selbstgemachte Erdbeertorte im lauschigen Garten sein oder ein Serienmarathon auf dem Sofa. Doch am allerbesten stellt sich das Freitagsgefühl (nach Meinung der Redaktion) auf der glitzernden Wasseroberfläche ein – zumindest an heißen Junitagen.

Probiert es doch einfach aus! (mehr Infos findet ihr unter: www.all-on-sea.de)

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Hallo! Hier spricht dein neuer Arbeitsplatz

Du suchst eine kreative (fußballfreie) Zone? Einen produktiven Schaffensort für deine Doktorarbeit, dein Start-Up, deine Freiberuflichkeit? Einen inspirierenden Arbeitsplatz mitten in der Südvorstadt, hipsterfrei und für einen schmalen Geldbeutel? Dann bietet sich jetzt die ultimative Lösung: In einem charmanten Ladenlokal nahe dem Südplatz ist ein Arbeitsplatz in einer Bürogemeinschaft frei geworden. Diese würdest du dir mit einem Filmemacher, einer Journalistin und einer Grafikerin/Illustratorin teilen.
Büromöbel, Drucker und Küche sind selbstverständlich mit dabei, und alles nur für 91 € monatlich (+ 20 € Telefon, Strom, W-Lan).

Na, Interesse deinen Traum vom eigenen FREI-Raum zu verwirklichen? Dann melde dich einfach bei der Freitagsgefühl Redaktion.

Den Ball flach halten

EM-private-viewing

Welcher Spieler hat die größte Schuhgröße, welche Mannschaft entlässt als erste ihren Trainer und welches ist denn nun die einzig wahre EM-Hymne? Schluss damit, die Freitagsgefühl Redaktion verweigert sich dem Werbewahn. Auf Müslipackungen und im Radio, in den Schaufensterscheiben und Magazinen – alles dreht sich plötzlich um Fußball. Das hat den Nervfaktor von Osterhasen zur Faschingszeit. Die Medienkanäle prügeln sich verbal um die heißesten Infos rund um das Runde und die Werbeindustrie presst alles in Schwarz-Rot-Gold, was sich in Geld verwandeln lässt. Klar, internationale Meisterschaften sind ja viel mehr als nur schnöder Fußball, es geht um Wetteifern, Mitfiebern und Feiern, und die Chance, einmal unbeschämt stolz auf sein Land sein zu dürfen. Viel mehr noch, in Zeiten, wo „Europa steckt in der Krise“ eine allgegenwärtige Floskel wird, hat die EM das Potenzial, Europa wieder eine Verbindung zu geben.

Die EM also eine Art Klassentreffen, wo sich die Europäer zusammenfinden für eine große Party? Hauptsache, es passiert kein Anschlag, mag sich der ein oder andere heimlich fürchten. Also gut, dann liebe Fußballfans und Fußballmuffel, kommt zusammen und zelebriert herrliche EM-Abende bei Grillwürstchen und kühlem Bierchen ­­­‑ ohne Prügelei und Sprengstoffbomben versteht sich. Nur bitte, in den übrigen 24 Stunden minus 90 Minuten, plädiert die Freitagsgefühl Redaktion für eine EM-freie Zone, ohne Gewinnspiele, Specials und abgedroschene Wortphrasen.
Übrigens trägt der Fußball-Beau Mats Hummels die sagenhafte Schuhgröße 47 und hat damit „die Größten“ … 😉

Krachen lassen

jadeturmAuf der Bühne rocken, yeah! …Und endlich dazu die eigene Platte verkaufen. Der Liebsten den langersehnten Heiratsantrag machen … mit einem selbstkomponierten Song. Stolz sein erstes Kleinunternehmen gründen …und es mit einem eingängigen Radiojingle bewerben. Eigentlich braucht es für all diese Ideen nur wenig Zutaten: Leidenschaft, Musik … und ein Tonstudio. Hier habe ich eine ganz besondere, jadefarbene Perle für euch entdeckt: Das Jadeturm Tonstudio in der ehemaligen Hupfeld Klaviermanufaktur in Leipzig (www.jadeturm.de ; www.facebook.com/jadeturmstudio/)

Vor fast zehn Jahren entstand die erste Demo. Jetzt ist das Jadeturm Tonstudio in Leipzig auf 400m² der Ansprechpartner Nummer Eins in Sachen Tonträgerproduktion. Dort könnt ihr euch komplett eurer Musik hingeben und die Räume mit euren Sounds in Beschlag nehmen. Ein junges Team aus Technikern und Produzenten steht euch während des Prozesses zur Seite und setzt mit euch eure Ideen um. Von kleiner Session bis zur kompletten Großproduktion im Jadeturm ist nichts unmöglich!
Bereits in vergangener Zeit fanden dort zahlreiche Aufnahmen sowie Musikvideoproduktionen statt. Alles aus einer Hand! – das ist die Devise. Neben der Funktion als Tonstudio ist der Jadeturm auch Treffpunkt zahlreicher Musikgrößen aus Leipzig und Umgebung. Dort werden Kontakte geknüpft und finden sich Musikprojekte zusammen. Dieses Kreativzentrum ermöglicht euch eine angenehme Arbeitsatmosphäre und lädt dazu ein, seinen kreativen Vorstellungen freien Lauf zu lassen. 

Also, seid mutig, probiert euren Traum aus und genießt dieses (Freitags-)Gefühl. Die Freitagsgefühl Redaktion wünscht viel Freude dabei – lasst es krachen 😉

Grüß Gott!

Katholikentag1

Fronleichnam – fröhliches Leichenschmausen also? Die Katholiken sind echt schräg, könnte man meinen. Bloß, wozu darüber nachdenken? Hauptsache es gibt einen freien Feiertag, der uns ein langes Wochenende beschert. …Diese Gedanken werden so manch einem bei dem Wort Fronleichnam aufploppen. Nicht jedoch bei den Leipziger Bewohnern. Gerade hat sich Leipzig vom schwarzbunten WGT erholt, da stürmen nun wieder die Massen die freien Plätze der Messestadt. Diesmal ist alles in lebensbejahendem, frischen Grün gehalten und fromme Menschen weltweit pilgern hierher, um gemeinsam zu beten, zu singen und zu diskutieren. Denn Leipzig ist Austragungsort des diesjährigen Katholikentages, und dann auch gleich zum 100. Jubiläum.

Dies mag zugegeben, nicht gerade spektakulär klingen, doch wenn plötzlich weit über 30.000 Besucher erwartet werden, und das für ein Glaubensfest, dann ist das selbst für Leipzig außergewöhnlich. Viele Leipziger verwirrt der Anblick von Nonnentracht und Mönchskutten. Katholiken machen gerade einmal 4,3 Prozent der Leipziger Bevölkerung aus. Hunderte Teilnehmer müssen gar in Schulen einquartiert werden, da es an katholischen Gastgebern mangelt. Fronleichnam gilt nicht mal als Feiertag in dieser protestantischen Region. Martin Luther ist einfach näher dran als der Papst.

Doch getreu dem Motto: „Seht, da ist der Mensch“ siegt die Neugierde über die Skepsis. Multimediale Großevents auf den öffentlichen Plätzen und multikulturelle Veranstaltungen an rund 100 verschiedenen Orten bringen die Fragenden und die Überzeugten zusammen. Für ein gutes Konzert wagt sich der ein oder andere Atheist gar in eine der 28 beteiligten Kirchen. Und wer durch die provisorische Zeltstadt auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz schlendert, der wird überrascht sein. Sogar Post und Polizei warten mit Ständen auf. Zauberer, Gewinnspiele, Fair-Trade-Gastronomie und Liegestühle laden zum Verweilen ein und erlauben interessante Gespräche, die mit „bekehren“ nichts zu tun haben. Es ist erstaunlich, wie viele Bildungs-, Berufs- und Zukunftsperspektiven geboten werden. Plötzlich scheint es so unkompliziert, einfach mit anzupacken und sich zu engagieren. Die Stimmung gleicht einem Ferienlager, man ist umgeben von jungen und gut gelaunten Menschen.

Neugierig aufeinander bleiben, aufeinander zugehen, sich kennenlernen. Für diese Offenheit sind die Sachsen berühmt, egal welcher Glaubensgemeinschaft sie angehören. Und gemeinsam zu feiern, das Brot und den Wein zu teilen, das entspricht voll und ganz dem Fronleichnam, der den „lebendigen Leib des Herren“ in Form des Abendmahles huldigt.

Die Freitagsgefühl Redaktion wünscht euch ein aufregendes Wochenende mit neuen Impulsen und neuen Freunden, ganz gleich welchen Glaubens.

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Erdbeerrot und Sonnengelb

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Eine kurze Arbeitswoche liegt hinter uns, vor uns liegt ein Wochenende mit langen Sonnenstunden. Die Freitagsgefühl Redaktion sendet euch eine fröhliche Brise Freitagsgefühl und wünscht euch ein spitzenmäßiges, sonniges, sorgenfreies Wochenende!

Lasst euch von der Sonne küssen! 😉

Und wem in der Hängematte chillen und Erdbeersmoothie schlürfen zu wenig Rock’n’Roll ist, der wirft sich heute in Schale, schmiert sich Pomade ins Haar und macht sich auf ins Bebopalula auf die Karli…

Schwarzbunter Freitag der 13.

Perspektivwechsel

Pfingsten steht vor der Tür und stellt die Leipziger vor zwei Möglichkeiten: Dem Rummel entfliehen oder aber sich mitten hinein zu stürzen und zu staunen. (Für alle Neuankömmlinge:) Jährlich zum Pfingstwochenende überschwemmt das sogenannte „WGT“ die Stadt mit den wundersam verkleideten „Schwarzen“. Dieses Jahr feiert das weltweit größte Wave Gotik Treffen sogar ein besonderes Jubiläum: das 25. Festivaljahr.

Nun ist es also endlich so weit: Patschuligeruch strömt aus den Straßenbahnen, die Geschäfte sind geschmückt wie an Halloween und plötzlich werden weiße Kutschen und Herren mit schwarzen Zylindern zum allgegenwärtigen Anblick in den Straßen. Die Stadtbewohner bewundern die unzähligen skurrilen Kostüme und Rollenspiele, tauchen ein in eine fremde Welt mitten in der eigenen Stadt. Und sie öffnen ihre Türen und bieten Unterkunft, sie präsentieren ihre Gastfreundschaft. Im Clara-Park treffen sie aufeinander, die staunend Starrenden und die stolz Kostümierten. Und es wirkt wie ein einziges großes Picknick, fremde Menschen sitzen gemeinsam bei schwarzen Kandelabern, lassen sich gemeinsam fotografieren und tauschen sich über Reifröcke aus. Und manch einer stellt fest: Hinter den grotesken Ganzkörperkostümen, den viktorianischen Gewändern und den futuristischen Freak-Maskeraden verbergen sich der Bäcker von nebenan, die Pilotin, Arzt oder Hausmeister. Menschen, die ihre Zeit und Leidenschaft investieren um für wenige Tage mal eine völlig neue Rolle einzunehmen, sich auszuprobieren, den Alltag loszulassen. Vielleicht sollten wir alle dieses Pfingstfest zum Anlass nehmen, unsere Vorurteile zu demaskieren, die Scheuklappen zu beseitigen und mal die Perspektive zu wechseln (und sei es nur mal, die Welt von unten zu betrachten wie ein Hund 😉 …). Lasst uns dieses Wochenende alle mal ein bisschen schwarzbunt werden!

Wahrlich, der heutige Freitag der 13. ist ein schwarzer Freitag für Leipzig, aber kein Unglückstag.

WGT

Freier Feiertag

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Selten wird der „Feier“tag so wortwörtlich genommen wie an Christie Himmelfahrt. Die einen zelebrieren die Fahrt gen Himmel, die anderen fühlen sich mit der entsprechenden Promillehöhe selbst dem Himmel nah. Vor allem Vertreter des männlichen Geschlechts finden den Tag himmlisch, ein geschenkter Tag, ein Freibrief um sich gehen zu lassen. Und dies mit Tradition, denn schon seit Jahrhunderten ziehen Männer, Väter, Bubis und Herren mit ihren Bollerwägen durch die Natur – ursprünglich um die Flurgrenzen zu kontrollieren. Heute wird wohl eher die persönliche Grenze ausgetestet. Doch längst ist dieser Feiertag kein bloßes Besäufnis mehr. Überall in Deutschland kommen Freunde und Familie, Jung und Alt zusammen, genießen die ersten warmen Sonnenstrahlen, lassen sich ihr BBQ schmecken und spielen diverse Spielchen mit Ball und Stöckchen in den Parks. Der eine balanciert auf Slacklines, der andere klimpert auf der Gitarre und manche frisch gefundenen Pärchen halten verlegen Händchen. Fremde begegnen sich, werden zu Kumpels, wenn auch nur für diesen einen Tag und mithilfe mehrerer Flaschen Bier. Im Clara Park lässt sich förmlich danach greifen, nach dieser heute-ist-alles-möglich-weil-heute-ist-ein-schöner-Tag-Stimmung.

Die Deutschen tun sich schwer damit, mal loszulassen, sich frei zu fühlen und den Tag zu genießen. Also Jungs, zieht euch eine Flasche Wasser rein, schnappt euch eure Liebste und nutzt diesen freien Freitag, um dem Sommer hallo! zu sagen. Viel Freude mit eurem Freitagsgefühl 🙂

April Klischees – … oder vom Wollen und Können

Freitagsnotiz

Der Frühling zeigt sich gerade von seiner „besten“ Seite und reizt das April Klischee bis zum letzten Tag voll aus.

So manch einer erlebt seinen ganz eigenen April: Du freust dich auf das neue Semester, auf dein neues Projekt, auf deine neue Musikproduktion? Doch kaum ist die erste Euphorie verflogen, stürzen all die Pflichten und Aufgaben auf dich ein und du weißt gar nicht, wo du beginnen sollst. In deinem Kopf ist alles schön bunt ausgemalt, aber in der Realität blinkt dich der schwarze Cursor gelangweilt an. Wie formuliere ich bloß eine überzeugende Projektbeschreibung? Wie fange ich diese Hausarbeit an? Und wie bringe ich eine ansprechende Webseite fertig? Zumindest bei diesen Fragen kannst du gelassen ins Wochenende blicken… und einfach die Freitagsgefühl Redaktion ansprechen. Gemeinsam finden wir gute Ideen, frische und treffende Sätze, sinnvolle Konzeptionen. – und dann steht dem echten Frühling nichts mehr im Weg!

Neuer Frühling, neue Arbeit, neue Trends

Pünktlich zum Freitag erscheint der erste Freitagspost 🙂

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In meiner neuen Arbeitsumgebung habe ich mich einfach mal auf Spurensuche begeben und siehe da, ich habe Inn&Out entdeckt. Ein schnödes Feinkostgeschäft mit überteuerten Produkten? Weit gefehlt! All die bunten Etiketten, außergewöhnlichen Flaschenformen und geflochtenen Körbchen inspirieren sofort zu raffinierten Geschenkideen, die sich kreativ verpacken lassen. Das Highlight ist die meterhohe Regalwand voller Hochprozentiges. Und da bin ich fündig geworden auf der Suche nach dem perfekten Frühlingstrend: Es ruiniert nicht gleich die Bikinifigur, schmeckt überraschend frisch und wirkt edel und lässig zugleich: Gin Tonic! Aber nicht nur irgendein Gin Tonic. Von den über 60 Sorten gefällt mir der Copper Head am besten, denn er schmeckt so mild, dass er sich mit Aromen wie Ingwer oder Zitronengras verfeinern lässt. Die Fläschchen musste ich einfach fotografieren… Hippes Insiderwissen (perfekt für Grillabende unter Männern) vermitteln die Inhaber höchstpersönlich. Mein absoluter Geheimfavorit sind die Cockteas! Das sind spezielle Tees, die mit Alkohol gemixt werden, Rezepte inklusive. Im „Refresh Yourself – signature drink“ sind zum Beispiel grüner Tee und Gin vereint. Na wenn sich damit nicht ein Frühlingstrend setzen lässt…

Herzlich willkommen Freitagsgefühl!

April: Frühlingszeit in Leipzig.

Logo

Die Natur erfindet sich neu, die ersten wärmenden Sonnenstrahlen kitzeln auf der Nasenspitze und plötzlich wirkt alles so frisch und voller Möglichkeiten. Davon inspiriert, nimmt die Freitagsgefühl Redaktion die ersten Vorboten eines vielsversprechenden Sommers zum Anlass, sich offiziell zu gründen.
Endlich ist es also so weit: Ebenso wie der Frühling beginnt nun auch die Freitagsgefühl Redaktion und freut sich auf die kommenden Monate und Jahre, gemeinsam mit Ihnen und euch!