Der Sommer deines Lebens…

… beginnt genau JETZT!

Summerfeeling at the sea

Mit deinen besten Freunden radelst du durch grüne Felder, vorbei an bunten Sommerwiesen. Ihr stoppt am Erdbeerfeld, stibitzt einige der süßen Früchtchen und weiter geht es Richtung See. Dort lässt du dich treiben auf der Luftmatratze, die Jungs werfen den Grill an und gemeinsam stoßt ihr an auf das schöne Leben – und auf die nicht enden wollenden Tage voller Verheißungen.

Diese Woche ist Sommersonnenwende. Das heißt, diese Tage sind die längsten im Jahr und die Nächte sind am kürzesten. Die Sonne verfeuert ihr Vitamin D und lässt die Endorphine in uns Glückssaltos vollführen. Frische Melonenstücke, ein kühles Glas und Sonnenschein auf der Nase: Wie einfach es plötzlich ist, glücklich zu sein!
Wenn, ja wenn da nicht diese lästige Arbeit wäre… Statt zum See schleppen wir uns ins Büro und brutzeln dort vor uns hin. Leider sind für die meisten von uns die Zeiten gefühlt endloser Sommerferien vorbei.
Und auch das Wochenende hält nicht mehr, was es mal versprach: Klausuren vorbereiten, Wäscheberge bewältigen, Einkäufe schleppen, Website überarbeiten… Für unbeschwerte Ausflüge ist man plötzlich zu müde. Oder es ist zu heiß, oder oder oder.

Huch, wie war das noch mal der Bikinifigur?

Sommerzeit: Zeit zum Relaxen!Schluss mit den Ausreden! Im Winter schieben wir dann wieder frustriert den Blues und nehmen uns fest vor, dass der nächste Sommer aber wirklich filmreif wird. Diesmal ganz bestimmt! Spätestens bei Raclette, Raketenfeuer und Sektgläserklirren in der Silvesternacht orakeln wir uns ein tolles neues Jahr mit einem bombastischen Sommer. Untermauert von vorbildlichen Vorsätzen.

Nun, diese Woche sind nicht nur die Tage am längsten, auch das Jahr ist zur Hälfte wieder vorbei. Eine gute Zeit also, um mal Bilanz zu ziehen. Was ist aus unseren Vorsätzen geworden? Was davon haben wir erreicht? Und was nicht?
Tauschst du gerade schuldbewusst das Schokoeis gegen Melone ein und das kühle Bierchen gegen selbstgemachten Eistee? Überlegst du heute, statt dem Serienmarathon nun vielleicht doch mal mit der ersten Trainingseinheit für deinen ersten Halbmarathon zu starten?
Halt, bevor du dich jetzt verrückt machst: Vielleicht sind manche der zu Jahresbeginn gesetzten Ziele gar nicht mehr so wichtig?

Sommerwind in den Segeln  

Sommer Wind in den SegelnWenn wir keine Ziele hätten, worauf könnten wir dann stolz sein? Ziele geben uns Orientierung im Leben, ohne die wir blind durch den Alltag torkeln würden.

„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.“ Seneca

Ziele geben uns die Chance, an uns zu wachsen und die schönen Dinge zu entdecken. Ziele zu haben ist wichtig, doch den Kurs nachzujustieren gehört dazu. Manchmal kommt der Wind aus anderer Richtung als erwartet und es wäre bloße Energieverschwendung, stur dagegen zu halten.

Wieso sich mit schlechtem Gewissen quälen, weil wir im Grunde lieber die Grillabende mit Freunden genießen als uns jeden Spaß für die perfekte Strandfigur zu verderben? Manchmal erfüllen wir unsere Ziele nicht, weil wir im Grunde bloß Illusionen, vergangenen Träumen oder Wünschen anderer hinterherrennen.
Manchmal haben wir vielleicht auch Angst davor, unsere Ziele umzusetzen, weil wir es uns nicht zutrauen. Dann schieben wir den Traum vom eigenen Buch, die Abschlussarbeit oder den Aufbau der eigenen Website vor uns her. Hier zumindest kann dir die Freitagsgefühl Redaktion ein Stückchen der Last abnehmen.
Denn die Freitagsgefühl Redaktion lektoriert deine Texte, unterstützt dich von Anfang bis Abgabe in deiner Abschlussarbeit, konzipiert deine Website und beflügelt sie mit frischem, seo-freundlichem Content.

Heute beginnt der Sommer deines Lebens!

Sommer, Nächte, Open-Air-KonzerteGut, die lästigen wortreichen Arbeiten kannst du an die Freitagsgefühl Redaktion abschieben, doch wie kommst du nun zum Sommer deines Lebens?

  1. „Der Sommer hat ja gerade erst angefangen…“ Diesen Satz streichst du aus deinem Repertoire.
  2. Schnapp dir deine Kollegen und verbringe die Mittagspause draußen.
  3. Zu müde für die Tour zum See? Dann spanne die Hängematte auf und relaxe.
  4. Zum Lesen kommst du nur im Urlaub? Lese mittags oder zum Feierabend ein paar Zeilen anstatt abends im Bett.
  5. Baue jeden Tag einige Minuten Freitagsgefühl in deinen Alltag ein. Sei es ein witziges Kakaomuster im Milchschaum, eine Folge deiner Lieblingsserie, ein Sonntagsei am Montag oder ein spontaner Ausflug aufs Erdbeerfeld.

Was sind deine Tipps für einen tollen Sommer?! 

Gute-Laune-Rezepte, Ausflugstipps, DIY-Ideen? Immer her damit!  😎

 

Byebye Großstadthektik

Byebye Großstadthektik

Die Baumkronen schaukeln im Wind, die Vögel zwitschern schrill und aus der Ferne weht Kinderlachen herüber. Nein, das ist kein kitschiger Romaneinstieg, sondern meine tägliche „Landleben“ Realität zum morgendlichen Weckerklingeln. Wobei noch nicht einmal der Wecker klingelt, weil mein Hund den Job übernimmt und mich mit Hundeseufzer und nasser Schnauze aus den Träumen holt. In bequemer Jogginghose spazieren wir durch den ehrwürdigen Torbogen über die baumgesäumte Allee zum Ententeich. Die Erpel haben es sich auf der Straße gemütlich gemacht. Nur gemächlich lassen sie sich ins Wasser rutschen. Die Oma vom liebevoll aufbereiteten Scheunenhaus grüßt freundlich herüber, das Futter für ihre Hühner in der Hand.

Schloss Ammelshain
Tagsüber strahlt die Sommersonne über die weiten Felder, über denen riesige Greifvögel kreisen. Das Sonnenlicht kämpft sich auch durch die dichten Baumwipfel des urtümlichen Waldes. Überall raschelt es, sodass sofort wilde Abenteuergeschichten aus Kindertagen im Kopf wiederbelebt werden. Sonnenstrahlen brechen sich an der türkis schimmernden Wasseroberfläche beeindruckender Steinbrüche aus vergangenen Zeiten.

Nachts leuchten die Sterne und wirken so nah, als ob man sie direkt vom schwarzen Nachthimmel pflücken könnte.

Hallo Landleben!

Freunde und Familie waren bestürzt, wie so ein leidenschaftlicher Großstädter überstürzt mitten ins Nirgendwo ziehen kann. Kein DSL, kein Supermarkt, bloß ein Bäcker, der mittags schließt. Ob man da denn nicht einsam sei? Und die Vorzüge der Stadt vermisse? All die Cafés, Kneipen, Veranstaltungen?

Wegen dieser Fragen nehme ich euch heute mit auf die Reise in mein neues Zuhause.

Ein Zuhause, in dem sich jeder Tag wie Urlaub anfühlt. In Wohlfühlklamotten laufe ich durch den Ort, werde an jeder Ecke freundlich gegrüßt und genieße den Sonnenschein, der in der Stadt durch hohe Häuserschluchten gar nicht bis unten durchdringt. Stundenlang spaziere ich auf immer neuen Wegen und entdecke täglich neue kleine Wunder und Wunderlichkeiten.

Hier kann man durchatmen. Man muss keine Rücksicht nehmen auf sich vorbei drängelnde Menschenmassen und klingelnde Straßenbahnen.

Geraten hier zwei aneinander, hilft aggressives Anpöbeln nicht weiter. Denn man sieht sich. Und zwar immer wieder. Also lieber gleich im Gespräch eine Lösung suchen. Aufeinander zugehen. Hier hilft eine Hand noch der anderen. Und klar bleibt keine Handlung unbemerkt. Als pubertierender Teenager ist das freilich nicht übermäßig reizvoll. Doch als Erwachsene fühlt man sich plötzlich als Teil einer Gemeinschaft. Man fühlt sich sicher aufgehoben. Selbst ein verloren geglaubter Schlüssel wird zurückgebracht. Hier kommt nichts und niemand weg. Dafür hat der Hund nun einen Fanclub und erhält sogar Liebesbriefe.

Dorfidylle?!

Das ist das Landleben: Hier verabredet man sich noch wie früher, man braucht keine umständlichen Facebookgruppen-Einladungen dafür. Einsam wird an so einem Ort nur derjenige, der sich für etwas Besseres hält und dem schon ein freundliches Hallo zu viel des Guten ist.

Und wie sollte hier Langeweile aufkommen? Bio-Öko-Landfeste, Osterfeuer, Feuerwehrfeste, Dorffeste, Konzerte, Open-Air-Theateraufführungen, Oldtimer-Treffen, Feuerwerke, Markttage etc. Irgendwo geht immer was.

Und was für ein Luxus ist es, in wenigen Minuten mit dem Rad gleich mehrere glasklare Badeseen zu erreichen, süße Dörfchen zu erkunden und uralte Burgen, Schlösser oder Kirchen zu besichtigen – ohne Aufwand, direkt mit dem Fahrrad von der Haustür aus! Joggen, tauchen, reiten, schwimmen, Fußball, turnen, zeichnen, Hängemattenschaukeln – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, sie wird vielmehr beflügelt. Und hey, in 30 Minuten könnte ich wieder im Großstadtgetümmel stecken, da braucht manch einer sogar innerhalb der Stadt länger…

Klar fluche ich über die miese Internetverbindung, die ist nämlich suboptimal für eine Online-Redakteurin. Bei Gewitter und Regen geht hier praktisch gar nichts mehr, dann bricht sogar das Mobilfunknetz weg. Festnetz gibt es gar nicht erst. Spielereien wie Bankautomat, Späti und Lieblingscafé vermisse ich durchaus. Doch dann strukturiert man sich eben neu. Kauft sich einen mannshohen Kühlschrank und hochwertigen Kaffee. Und gewinnt am Ende daran, weil man befreit ist von diesem „theoretisch könnte ich jetzt nur noch mal schnell…“.

Kommen Freunde zu Besuch, verweilen sie länger und wir genießen die Zeit bewusster. Mit strahlenden Augen und einem „Wir kommen wieder!“ auf den Lippen stehen sie dann wehmütig in der Tür.

Frei fühlen

In mir pulsiert weiter die Großstadt, doch das Landleben belebt mein persönliches Freitagsgefühl. Hier fühle ich mich frei. Bei jedem farbenprächtigen Sonnenuntergang, bei jedem selbstgepflückten Feldblumenstrauß, bei jeder friedlich dösenden Katze quietscht mein Herz vor Vergnügen. Ich fühle mich frei und unbeschwert. Ideen und Inspirationen leuchten in meinem Kopf und ich genieße die kleinen Details im Leben, die in der Stadt zu schnell unter die Räder kommen.

Keine Sorge, ihr müsst nicht gleich die Koffer packen und den Großstadtmief fluchtartig verlassen. Denn in diesem Freitagsblog gebe ich euch Woche für Woche ein Stückchen von diesem Freitagsgefühl ab. Ihr könnt ihn nun sogar abonnieren, so verpasst ihr keinen Beitrag mehr (siehe rechts).

Unter der Woche wird euer persönliches Freitagsgefühl blockiert von den alltäglichen Sorgen wie eine anstehende Master- oder Projektarbeit oder der Relaunch eurer Website? Dann könnt auch ihr jetzt befreit aufatmen, denn genau dabei kann euch die Freitagsgefühl Redaktion helfen und euch diese Sorgen abnehmen. Kommt einfach auf mich zu und fragt unverbindlich nach!

Ausflugstipp

Am 23.06.2017 findet genau in dieser Dorfidylle der Schlosslauf statt! Anschließend spielt eine Live-Band kostenlos im Schloßgarten. Kommt vorbei, atmet durch und genießt das Freitagsgefühl!

Alle Infos findet ihr auf dem Plakat (draufklicken und schon wirds lesbar) oder online auf der Website des Schlossclubs.

Alle News vom Dorfleben Ammelshain gibt es hier bei Facebook.

Ohne Yoga geht’s auch

Oder: Was wir von Pippi und Balu lernen können.

Faul sein ist wunderschön, denn die Arbeit hat noch Zeit.

Wenn die Sonne scheint und die Blumen blühn,

ist die Welt so schön und weit.

Faul sein und das Freitagsgefühl genießenOch, das klingt jetzt aber schon ein bisschen naiv. Die Arbeit macht sich nicht von selbst und die Deadlines haben kein Verständnis für sonnige Nachmittage, die nach Faulenzen schreien. Das Leben ist kein Ponyhof und irgendwo muss das Geld ja herkommen.

Ups, fühlst du dich mit diesen Gedanken ertappt?

Das Zitat oben stammt von einer der größten Kindheitsheldinnen aller Zeiten: Pippi Langstrumpf. Im Herzen wollen wir immer noch so unbekümmert sein wie sie, doch unsere Vernunft steckt zu fest im Korsett des verantwortungsbewussten Erwachsenen. Wir wollen ja, aber… Nur noch schnell dies erledigen, das abarbeiten und jenes noch müssen. Erst wenn die To-Do-Liste abgehakt ist, darf es auch mal eine Belohnung geben. Nur dass die Listen immer länger werden – oder unbemerkt durch neue ersetzt.

Zu cool zum Pause machen?

Das mit dem Müssen und Wollen ist so eine Sache. Das Idealbild unserer heutigen Gesellschaft schreibt uns vor, dass Müssen und Wollen eins werden. Dass wir es lieben und Spaß dabei haben, ständig zu müssen. Glauben wir den Medien, dann „wollen“ wir ohne Pause durcharbeiten, weil es als Erfolgsversprechen gilt und uns von der faulen Masse heraushebt. Work hard, play hard und so.
Und klar „wollen“ wir die seltenen Pausen dann umso effektiver nutzen: Sport, Meditation, Wellness, Brainfood.
Das Internet ist vollgestopft mit Ratgebern, wie wir gefälligst „richtig“ und „gesund“ Pause zu machen haben.

Hauptsache, wir mutieren zu Superhelden, die ständig 120 % im Job liefern und dazu glücklich lächeln mit perfektem Body und supergesundem Lifestyle. Wer sich unter all dem gewollten Müssen denn doch mal selbst verlieren sollte, der sucht im Yoga, in Achtsamkeitsgruppen oder in veganen Kochkursen nach dem inneren unbeschwerten Kind in sich.

„Chill mal!“

Es scheint so, als müssen sich viele krampfhaft bemühen, mal nichts zu tun. Leben wir in einer Welt, in der wir uns dazu erziehen, auf Knopfdruck zu entspannen – aber bitte nach Stechuhr?

Faul sein in einer BlumenwieseWann war dein letzter Tag, an dem du beim Aufstehen noch keinen Plan davon hattest, was der Rest des Tages bringen wird? An dem du einfach den Moment gelebt hast und gefaulenzt hast – trotz unerfüllter To-Do-Listen, ganz ohne schlechtes Gewissen und Rechtfertigungen.

Wann hast du das letzte Mal spontan den Stift fallen lassen und bist durch eine Blumenwiese gehüpft, einfach weil dich das Vogelgezwitscher vom Schreibtisch weggelockt hat?

„Chill mal!“  kennen die meisten nur noch als vulgäre Pöbelei. Dabei steckt die Pippi Langstrumpf in uns. Irgendwo verborgen unter all den Pflichten und dem selbst auferlegten Druck und Zwang zur Perfektion.

Es ist Juni, die Tage sind die längsten im Jahr und die Nächte warten nur darauf zum Tag gemacht zu werden. Zu Tagen kindlicher Unbekümmertheit. Zu Tagen, an deren Ende man mit zerzausten Haaren, dreckigen Füßen und leuchtenden Augen zutiefst zufrieden ins Bett fällt.

Faul sein macht glücklich

Chillen, faul sein, nichts tun  – das sind wahre Luxusgüter in unserer Zeit. Gönne dir diese Perlen, sie machen dein Leben kostbar. Lasse dich treiben ohne dich anzutreiben. Freue dich über die kleinen Details im Leben und chille ohne Reue stundenlang auf dem Sofa. Das klingt banal, ist banal, und jagt dennoch manchem Entsetzen ein.

Wir verbeißen uns so sehr in unserem Wollen, verstricken uns so sehr in unserem Müssen, dass uns irgendwann das Glück abhanden kommt. Dabei ist es so einfach:

Denn mit Gemütlichkeit kommt auch das Glück zu dir… Drum probier’s mal mit Gemütlichkeit…

Wenn das Dschungelbuch und Pippi Langstrumpf der gleichen Meinung sind, kann es doch gar nicht so verkehrt sein! 🙂

„Mit Ruhe und Gemütlichkeit jagst du den Alltag und die Sorgen weg!“ So erklärt es uns Balu. Doch Vorsicht: Faulenzen ist nicht gleichzusetzen mit Aufschieberitis, die macht im Zweifel nur krank. Tipps dagegen findest du in den älteren Beiträgen „Eile mit Weile“ und „Adieu Aufschieberits“. Faulenzen bedeutet Loslassen vom Müssen. In kleinen Dosen portioniert ergibt das schwupps das Freitagsgefühl! (Und das nicht nur am Freitag…)

Crashkurs im Chillen

Als ultimative Crashkurs-Übung fürs Chillen hat die Freitagsgefühl Redaktion – natürlich mit viel Liebe zum Detail – diese ultimative Playlist zusammengestellt, bestehend aus:

Hier für alle ohne Spotify:

Pippi Langstrumpf: Faulsein

Dschungelbuch: Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Befruchtungszwerge: Chill mal dein Gesicht

Silbermond: Lass mal

Einfach reinhören und gut fühlen!

Wenn ich mal groß bin … gründe ich einen Coworking Space

Es wieder so weit: Es ist an der Zeit, einen Alltagshelden sprechen zu lassen, davon, wie er es wagte, seinen Traum einfach umzusetzen. Die Geschichten dieser Blogserie sollen inspirieren und Mut machen, sein Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen, egal wie alt man ist.

Teil 4: Wenn ich mal groß bin, … gründe ich einen Coworking Space im sonnigen Ausland.

Coworking space RayaworxEigentlich suchte Doris nur nach einem ruhigen Ort mit kontinuierlich fließendem Strom, Mobilfunknetz und W-Lan. Doch das ausgerechnet auf einer Insel, wo die Finca-Bewohner teilweise sogar auf Mauern klettern müssen, um gelegentlich einen Balken zu erhaschen. Problem gefunden, Lösung gesucht – und so wurde aus einem Urlaub eine Auswanderung mit sympathischem Geschäftsmodell.

Heute lebt und arbeitet Doris im Südosten der Ferieninsel Mallorca. Sie gründete dort den Coworking Space Rayaworx, in dem sie mit ihrem Mann Rainer und weiteren wechselnden Coworkern gemeinsam produktiv ist. Die Kölnerin studierte in Hessen und schloss als Biologin mit Nebenfach Informatik ab  – denn Computer und Internet sind ihre Leidenschaft geworden. Heute ist sie nach diversen Stationen in Journalismus und Kommunikation als Social Media-Dozentin und -Beraterin tätig,

Der Freitagsgefühl Redaktion verrät Doris, wie sie ihren Traum bzw. sogar zwei Träume verwirklicht.

 Wie kamst du zu deiner Idee?

Doris Schupp: Gründerin vom Coworking Space RayaworxIm Urlaub. Als Social Media-Consultant „verkaufe“ ich mich selber, da kann ich mich in meinem Business kaum vertreten lassen. Also buchte ich für die Urlaubszeit stets eine Unterkunft mit Online-Anschluss. Nur, um immer wieder zu lernen, wie wenig geschäftlich nutzbar diese Internt-Anbindung ist. Als ich mich vor sieben Jahren dem ersten Münchner Coworking Space combinat56 anschloss, begegnete ich einer Französin, die in die bayerische Metropole zum Projektabschluss kam. Und gleichzeitig München kennenzulernen – eine faszinierende Idee!

 2013 machten wir mal wieder Ferien in einem Funkloch mit windiger Internet-Verbindung auf einer schönen Finca auf Mallorca. Wie andere Motorradfahrer nutzten auch wir am frühen Abend die gute Online-Verbindung beim Motorradvermieter und Tourenanbieter. Den Betreibern Anke und Johannes stellte ich dann meinen Traum vor: Eine digitale Oase im Feriengebiet des Südostens Mallorca, auch Coworking Space genannt. Am liebsten hätten sie mir schon in der nächsten Woche eine Gruppe vorbei geschickt…

Welche Umwege bist du dabei gegangen?

Tatsächlich ging es recht geradlinig zum Projekt Coworking Space. Na gut, erst wollten wir uns in Felanitx bzw. in Portocolom ansiedeln. Auf unseren Recherche-Reisen stellten Rainer und ich übereinstimmend fest: Santanyí is the place to be.

 Selbst bei regnerischem Wetter strahlt der schöne Marès-Stein eine wohlige Wärme aus. Dazu ist der Ort ganzjährig belebt, hat einige Schulen, zwei Bioläden und bietet aufgrund der zahlreichen KünstlerInnen jede Menge kulturelle Aktivitäten.

 Was hättest du gerne vorher gewusst?

In der Literatur für Menschen, die nach Mallorca ziehen, fehlt  der Hinweis auf die Bedeutung der lokalen Sprache. Ja, grob betrachtet leben wir in Spanien, und mit Spanisch können wir uns gut verständigen. In unserem Dorf sprechen die Nachbarn jedoch mallorquí (catalan), und manche ungern castellano. Im ländlichen Raum ist das mallorquí präsenter, in Palma hören wir mehr spanisch. Diesem Sprachenwirrwarr haben wir in unserem 2go2-Mallorca-Blog sogar einen ganzen Artikel gewidmet…

Welche Zutaten braucht es für das Erfolgsrezept?Traum: Arbeiten im Ausland

Für uns definitiv das gute Team, das ich mit meinem Mann zusammen bilde. Durch die gemeinsame Gründung ist das finanzielle Risiko und auch die Betreuung unseres Projektes auf zwei Schultern verteilt. Dazu jede Menge Flexibilität, denn zum einen ist vor Ort manches anders als gedacht. Und zum anderen entwickeln sich Coworking und das Themengebiet des ortsunabhängigen Arbeitens oder so genannter Coworkations erst. Wer da flexibel mit umgehen und sich auf veränderte Gegebenheiten einstellen kann, wird es schaffen.

 Wann stellt sich bei dir das Freitagsgefühl ein?

Eigentlich jedes Mal, wenn ich ans Meer fahre. Das kann dann schon mal in der Siesta sein. Aber bereits in Deutschland hatte ich Freitagsgefühle schon lange nicht mehr an diesem konkreten Wochentag. Ein ganz alter Traum aus Teenie-Zeiten war, sowohl im beruflichen als auch im privaten Leben Ich zu sein. Ich habe viel dafür getan und es erreicht, dass ich mich beruflich mit Themen befasse, die zu mir gehören. Mein Job erfordert kein Verstellen, und ich trage kein Korsett (mehr), aus dem ich an einem Freitagnachmittag ins Wochenende springe. Danke für die Frage, ich habe tatsächlich gar nicht mehr darüber nachgedacht!

Arbeiten unter der Sonne Spaniens?

rayaworx coworking spaceDie Freitagsgefühl Redaktion ist neugierig, wie du das siehst: Coworkation, also Urlaub und Arbeit verbinden, wäre das was für dich?

Du möchtest es einfach ausprobieren? Doris und Rainer freuen sich über deinen Besuch auf Mallorca. Hier findest du die Links zu ihrem Coworking Space Rayaworx in Santanyí:
Website Rayaworx // Facebook Rayaworx // Instagram Rayaworx

 

Digital Nomad „light“

Work-Life-Balance als Experiment: Top oder Flop?

Digitale Nomadin im SelbstversuchFreitag 17 Uhr. Normalerweise würde dies Panik in mir auslösen, nervöses Kribbeln befiele mich und ich würde zu einem ungenießbaren Monster mutieren. Warum? Weil mein Freitagsblog noch nicht existiert, noch nicht einmal Notizen dazu. Aber was wäre das für dein Freitagsblog, wenn er nicht rechtzeitig am Freitag erscheint?

Das sonnige Wochenende ruft, doch ich kann mein Freitagsgefühl nicht auskosten, weil ich es in Blogform pressen muss und die Zeit davon eilt. Doch halt. Heute nicht. Heute genieße ich den Freitag, mein persönliches Freitagsgefühl, spaziere in Seelenruhe durch den lichtdurchfluteten Wald und picknicke mit prickelndem Getränk im Schloßgarten. Wo die Panik hin ist?

Das ist nur eine der Konsequenzen, die ich aus meinem Experiment mitgenommen habe.

Wie ich die Panik verschwinden lassen habe, verrate ich euch heute. Und nein, dieser Beitrag ist nicht akribisch durchgeplant, mehrmals korrekturgelesen und in einem aufwendigen Prozess entstanden. Dafür ist er ehrlich, durch und durch.

Meine Woche als digitale Nomadin

Die Freitagsgefühl Redaktion als digitale Nomadin auf ZeitEine Woche durfte ich nun in das Leben eines „digitalen Nomaden“ schlüpfen. Das sind (verkürzt gesagt) Menschen, die sich überall mehr oder weniger zuhause fühlen und von überall aus arbeiten (können) und das auch tatsächlich tun. Welcher Freelancer träumt nicht davon, mal in der Hängematte chillend zu arbeiten und zwischendurch in den Pool  zu hüpfen, einfach weil er es kann?! Im klaren Wasser den Kopf frei kriegen und sich am wärmenden Sonnenschein um neue Ideen und positive Vibes zu berauschen. Doch funktioniert das wirklich oder wirkt die süße Urlaubswelt zu verführerisch?

Manche Menschen können gar nicht anders, sie lieben die Fremde und brauchen kein materialistisches Zuhause voller sentimentalen Schnickschnack um sich herum. Ich hingegen bin schon stolz, wenn ich ohne Schaden den Mietwagen durch die engen Gassen bugsieren kann.

Anfänger auf Abwegen

Als Digital-Nomad-Anfänger wählte ich eine abgeschiedene Finca als Domizil, um jeglicher Ablenkung wie Sonnenuntergang am Meer zu entgehen. Allein der Weg dorthin scheint wie eine Allegorie auf die gesamte Woche:
Das Leben als digitale Nomadin führt über holprige WegeNach Autobahn und Kreisverkehrwirrwarr gerate ich auf schmale Wege, die sich immer weiter verengen. Dichtes Buschwerk zerkratzt zu beiden Seiten das Auto, der Weg schlängelt sich bergauf und bergab durch die pechschwarze Nacht. Schlaglöcher? Pff, der Weg wird gleich ganz zur Schotterpiste. Hier und da taucht eine meterhohe Steinmauer dicht neben mir auf, mal zeichnet sich ein Abgrund ab und einmal hüpft ein Minikaninchen in den Scheinwerferkegel. Ehrlich, dass ist die gruseligste und engste Straße, die ich je gefahren bin! Keine Wendemöglichkeiten und kein Ende in Sicht.
Work-Life-Balance? Das testet die Freitagsgefühl Redaktion auf einer Finca

Da muss ich durch! Vielleicht hätte ich mir das vorher besser überlegen sollen mit der „abgeschiedenen Finca“. Mit laut aufgedrehtem trashigen Spanisch-Dance-Rap und dem Augen-zu-und-durch-Prinzip erreichte ich mit schlackernden Knien das Ziel.

Durch eine knarrende Holztür werde ich in ein weißgetünchtes Gemäuer geführt und stehe plötzlich in einem Traum von einem Zimmer. Schmiedeeisernes Bett, Holzbalken an der Decke und ein uralter Schrank, in diffuses Licht getaucht. Sofort lasse ich mich fallen und schlafe so tief wie lang nicht mehr.

Urlaub oder Unternehmen?

So fühlte sich in etwa die Experimentwoche an: Ich startete hochmotiviert, nur um sofort festzustellen, dass ich mich festgefahren hatte, noch in Deutschland. Jeder Tag ist dort durchgetaktet, vor lauter Business und Alltag vergisst man sich selbst. Der Druck wird erdrückend und erstickt schließlich jegliche Inspiration, Zuversicht und Leidenschaft. Hier hingegen bewege ich mich im spanischen Rhythmus, achte nicht auf die Zeit, vergesse die Zwänge und die Enge.

Bereits am zweiten Tag erkläre ich mein Experiment als gescheitert. Doch damit hätte ich nie gerechnet: Die Erschöpfung zu akzeptieren ist, wie einen Schalter umzulegen.

Ich tauche ein ins Meer, gluckse vor Freude und Leichtigkeit. Drehe mich, lasse mich treiben, tauche mir die Sorgen von der Seele. Danach lege ich mich mit der nassen Haut direkt auf dem warmen Sand und lasse mich vom Windhauch streicheln. Das Leben ist so viel leichter am Meer!

Mehr Life als Work am StrandVöllig losgelöst von Druck und Stress fließen plötzlich meine Ideen, ich strukturiere mein Business neu, entwickle Strategien für Marketing, Zeitmanagement und stelle Fahrpläne für die nächsten Monate auf. Anschließend belohne ich mich mit einem wundervollen Tag in der vibrierenden Stadt Palma. Zufrieden wie lange nicht mehr sehe ich mich satt an einem rosaroten Sonnenuntergang, versacke in einer freshen Loungebar direkt an der Strandpromenade. Ich fühle mich frei und beschwingt und gar nicht einsam.

Zum ersten Mal seit Langem fühle ich das innere Bedürfnis, mich an meinen Rechner zu setzen und zu arbeiten. Ich bearbeite Mails, networke und merke gar nicht, wie die Zeit verrinnt. Wer hätte das gedacht, Arbeiten macht plötzlich wieder Spaß! Meine Hände flitzen nur so über die Tastatur. Zur Belohnung gibt es diesmal das Highlight der gesamten Woche: Ein mehrstündiger Ausritt. Es geht durch duftende Pinienwälder, vorbei an von der Abendsonne vergoldeten Haferfeldern, durch weiche Sanddünen hinein ins türkisfarbene Meer! Die Pferde plantschen vergnügt (ja das geht!) und ich strahle selbst wie ein Honigkuchenpferd.

Gemeinsam geht mehr!

Coworking Space RayaworxAm letzten Tag fühle ich mich wie eine richtige digitale Nomadin. Ich nehme an einem Meeting in dem luftig leichten Coworking Space Rayaworx in Santanyi teil. Die hellen, freundlichen Räume sprühen nur so vor Inspiration und sogleich fühle ich mich als Teil eines Netzwerkes. Am liebsten würde ich ab sofort genau dorthin meinen Arbeitsplatz verlagern. Auswandern wirkt hier so leicht!

Der Coworking Space wurde vor zwei Jahren von deutschen Auswanderern gegründet. Denn eines ist auf der Insel ein begehrtes Gut: Stabiles W-Lan und Strom! Das Rayaworx bietet noch viel mehr: Hier treffen smarte Köpfe aufeinander, hier fühlt man sich als Teil einer produktiven Gemeinschaft, hier lauern keine urlaubstypischen Ablenkungen. Work hard – play hard – alltime with a smile! Genau das lässt sich hier ausleben.

Coworking Space Rayaworx in SantanyiWer sich überlegt, die Wintermonate in der Sonne zu verbringen oder das Leben als digitalen Nomaden in der Light-Version austesten möchte, dem sei das Rayaworx wärmstens empfohlen. Noch dazu liegt es in einer charmanten alten Stadt aus maurischer Zeit mit lebendigem Markt und gemütlichen Cafés.

Nach fünf Stunden produktiven Netzwerkens will ich nur noch eines: Rein ins Meer! Wie praktisch: Zehn Minuten Autofahrt entfernt liegt ein wunderbar verschlafenes Küstenörtchen mit einer traumhaften Bucht, in der es sich hervorragend schnorcheln lässt… Hier tanke ich meine Energiereserven vollends wieder auf.

Mit Motivation, ehrgeizigen Plänen, den Taschen voller Freitagsgefühl und einem neu struktuiertem Business kehre ich nach Deutschland zurück.

Experiment „Digitales Nomadentum“: Top oder Flop?

Mein Fazit?

In dieser Woche lernte ich, mich nicht vor kurvenreichen Holperpisten zu fürchten. Ich lernte, die richtige Parklücke für mich zu finden und beim komplizierten Manöver nicht die Geduld zu verlieren. Und ich entdeckte die Freude am Brettern durch die Landschaft.

Das Autofahren wurde für mich wahrlich zur Metapher für mein (Business-)Leben!

Ich hänge an meinem Zuhause und lasse mich zu gerne ablenken von der Schönheit der Welt. Im Leben warten so viele (herausfordernde) spannende Abenteuer und lebenswerte Menschen darauf, erlebt zu werden. Solche Erlebnisse möchte ich niemals verpassen, weil ich am Laptop klebe. Wenn die Batterien leer sind, lässt sich nicht mehr konzentriert abarbeiten – egal, ob am Meer oder in der stickigen Großstadt.

Eintauchen und wegträumenDoch eine wichtige Lektion habe ich gelernt: Work-Life-Balance ist vielleicht ein überstrapazierter Begriff – und wird vielleicht gerade dadurch unterschätzt! Wer als Freelancer langfristig erfolgreich sein möchte, der muss auf sich selbst acht geben. Der darf sich nicht verlieren in all dem Druck von außen wie von innen. Der muss sich immer wieder neu erfinden – sich und sein Business. Ziele setzen, Fahrpläne entwickeln und Strategien umsetzen. Und an sich selbst und seine Träume glauben!

Und genau darum bahnt sich in mir trotz drohender Deadline keine Panik an: Denn wie kann ich euch vom Freitagsgefühl abgeben, wenn ich selbst nicht danach lebe?! Es muss nicht alles perfekt sein. Sei stolz auf das, was du geschafft und geschaffen hast. Mache Babysteps, statt dir Siebenmeilenstiefel überzustreifen, die dir nicht passen und dich zum Stolpern bringen. Glaube an dich und gönne dir immer wieder Auszeiten. Kleine wie Große.

Ein herzliches Dankeschön

geht an die wundervolle Sylvia von Mindful Mallorca, die mich für eine Woche Teil ihres liebevollen Zuhauses werden ließ! Wer selbst Lust bekommen hat, sich eine Auszeit zu nehmen oder sich als digitaler Nomade ausprobieren möchte, dem sei diese Unterkunft wärmstens ans Herz gelegt. Buchbar hier bei AirBnB.

Wohlfühlort für digitale Nomaden